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  • Pressemitteilungen Breitbandversorgung in Nordhessen

Noch kein Jahr nach dem Startschuss für den Breitbandausbau

Ausbau des schnellen Internets kommt in Nordhessen rasch voran

Nordhessen, 17. August 2017 – Die ersten elf Bauabschnitte sind gebaut, 14 weitere wurden begonnen. Der Ausbau des schnellen Internets auch in den weniger dicht besiedelten Regionen Nordhessens kommt rasch voran. „Noch ist kein Jahr seit dem ersten Spatenstich vergangen, und es sind schon 530 Kilometer von gut 2200 Kilometer Trasse gebaut. 73 bisher schlecht versorgte Ortsteile haben wir ausgebaut und der Ausbau in 69 weiteren Ortsteilen in ganz Nordhessen läuft bereits. Die Breitband Nordhessen GmbH errichtet ein Kommunikationsnetz auf dem absolut neuesten Stand der Technik“, sagt die Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen GmbH (BNG), Kathrin Laurier. Die BNG plant den Ausbau der Infrastruktur mit einem Vorlauf von einem halben Jahr. Auf www.breitband-nordhessen.de sind die für einen Baubeginn in diesem Jahr verbindlich geplanten Bauabschnitte einzusehen. Die folgenden Bauabschnitte für das 1. Halbjahr 2018 werden zum Ende des Jahres veröffentlicht.

Auskunft zum Kundenanschluss kann nur die Netcom geben
Auskünfte zu den „Anschaltterminen“, ab denen das schnelle Internet tatsächlich verfügbar ist, könne aber nur die Netcom Kassel erteilen, erläutert Kathrin Laurier. Denn die Weigand Bau schaffe im Auftrag der BNG die Infrastruktur von Leerrohren und Multifunktionsgehäusen, um darin die Glasfaserkabel für den Transport des Signals zu verlegen und die Technik für die Verteilung des Signals in den Ortschaften zu installieren. „Die tatsächliche Verfügbarkeit des Internetdienstes bei den Kunden hängt insofern nach dem Bau der Infrastruktur durch die BNG davon ab, wann die Netcom die aktive Technik installiert und die Endkunden ihre Verträge mit der Netcom geschlossen haben werden“, sagt Kathrin Laurier.

Die Netcom Kassel werde rechtzeitig vor der Verfügbarkeit des Internetdienstes in den Ortsteilen zu Informationsveranstaltungen einladen und mit der Vermarktung der Anschlüsse beginnen und ihren neuen Kunden auch spezielle Produkte bieten, um bequem zu ihr als Anbieter des neuen, schnellen Netzes in Nordhessen zu wechseln. „Grundsätzlich empfehlen wir keine eigenständige Kündigung des bestehenden Vertrages mit dem bisherigen Anbieter, eine Verlängerung des Vertrages um 24 Monate sollte aber vermieden werden“, sagt Kathrin Laurier.

Breitbandgesellschaft baut ein modernes Netz für rund ein Drittel der Nordhessen
Ziel der BNG ist es, bis 2019 in Nordhessen möglichst alle der zuvor schlecht versorgten rund 570 meist sehr kleinen Ortsteile für eine Übertragungsgeschwindigkeit von zunächst bis zu 50 Megabit pro Sekunde auszubauen. Dann solle die Netzinfrastruktur mit rund 2200 Kilometer Glasfaserkabel geschaffen sein, die das Signal zu 320.000 Einwohnern in über 570 Ortsteilen leitet. Das entspreche etwa einem Drittel der Bevölkerung Nordhessens, die in diesen Orten lebe, erläutert Kathrin Laurier.

Dr. Koch: „Der Ausbau gelingt, wenn alle mitmachen.“
Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der BNG, Landrat Dr. Michael H. Koch aus Hersfeld-Rotenburg, erinnert in diesem Zusammenhang an die Konzeption der Gesellschaft und ihren Ursprung: Im ländlichen Raum Nordhessens gibt keinen kommerziellen Anbieter, der die Versorgung der gesamten Fläche zu vertretbaren Kosten anbieten würde. Darum wurden wir fünf nordhessischen Landkreise aktiv und bauen mit der Breitband Nordhessen das Netz als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge aus. Der flächendeckende Ausbau für alle gelingt aber nur, wenn alle mitmachen. Wir haben ein großes Ziel und wir werden es gemeinsam erreichen.“

Land Hessen und Europäische Union unterstützen die Region
„Wir setzen weiterhin auf die Unterstützung aller Gemeinden im Ausbaugebiet“, ergänzt Kathrin Laurier und verweist auf die Unterstützung des Landes und der Europäischen Union. Der Bau des Netzes in Nordhessen koste rund 128 Millionen Euro. Weitere 30 Millionen entfielen auf die Technik, um die Kunden an das Netz anschließen zu können. Die BNG erhalte ein zinsgünstiges Darlehen und Fördermittel. Über die Endnutzer finanziert die BNG die Rückzahlung der Darlehen.

„Die Leistung des Netzes ist State of the Art“

„Unser Ausbau erfolgt auf Basis des gleichen Technologieansatzes, der auch von allen anderen Marktteilnehmern und somit auch der Telekom Deutschland verfolgt wird. Entsprechend sind auch die prinzipiellen Leistungsmerkmale unseres Netzes aktueller Stand der Technik und entsprechen denen der anderen Anbieter, die Dienste auf Grundlage eines FTTC-Ansatzes anbieten“, erläutert Kathrin Laurier, um Missverständnissen vorzubeugen. FTTC steht für Fiber to the cabinet, d.h. Glasfaser bis zu den Verteilerschränken. Ferner ist die Netzarchitektur so konzipiert, dass auch ein Glasfaserausbau bis zum Haus (FTTB) perspektivisch möglich sein wird.

Rechtliche Beschränkung schnellerer Technik ist gefallen
Die Netcom Kassel wird mit der sogenannten VDSL-Technologie die gleiche Zugangstechnologie wie alle übrigen Marktteilnehmer verwenden. Der einzige Unterschied war lediglich, dass aufgrund von EU-Vorgaben für öffentlich geförderte Projekte der Netzbetreiber des Breitbandnetzes der Breitband Nordhessen GmbH derzeit noch kein VDSL-Vectoring einschalten durfte, wenngleich die Technik dies selbstverständlich zulässt. „Die regulierungsrechtliche Beschränkung ist nun gefallen, Details müssen jedoch noch geklärt werden“, erläutert Kathrin Laurier und fährt fort: „Mit der Freigabe von VDSL-Vectoring sind somit Zugangsbandbreiten von bis zu 100 Mbit/s möglich.“ Unabhängig hiervon sind auf einem Netz, wie es die BNG baut, mit der Super-Vectoring-Technologie perspektivisch sogar Bandbreiten von 200 bis 400 Mbit/s im Download möglich.


Der Breitbandausbau Nordhessen im Hessen-Check

Die Hessenreporter des Hessischen Rundfunks waren unterwegs und schauten sich auch den Breitbandausbau in Nordhessen im Rahmen des "Hessen-Checks - Wie mobil sind wir?" etwas genauer an.

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Video:Hessen-Check 3 - "Wie mobil sind wir?", Beitrag vom 14.05.2017
© Hessischer Rundfunk

Breitband Nordhessen eröffnet Datenautobahn im Landkreis Kassel

Niederkaufungen, 01. Juni 2017 – Ein wichtiger Tag für die Region Nordhessen! In Niederkaufungen ist am Donnerstag der erste Kabelverzweiger im Landkreis Kassel aktiviert und damit das nordhessische Breitbandnetz vor Ort eröffnet worden. In dem Kaufunger Ortsteil ist damit jetzt das dritte Teilstück der regionalen Datenautobahn für schnelles Internet in Nordhessen ans Netz gegangen.

„Ab heute können die ersten Endkunden im Landkreis bei der Netcom online gehen“, erklärt Landrat Uwe Schmidt: „Schnelles Internet ist für jedes Unternehmen und private Nutzer sehr wichtig geworden, es beeinflusst eine Weiterentwicklung in allen Lebensbereichen. Durch unser leistungsfähiges Breitband-Netz stärken wir insbesondere die Attraktivität des ländlichen Raums als eine wesentliche Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit. Im Zusammenspiel zwischen der Versorgung durch etablierte Provider und das Engagement der Breitband Nordhessen GmbH wird jetzt eine flächendeckende Breitbandversorgung auf hohem Niveau möglich. Das sind gute Nachrichten für alle Bürger und Gewerbetreibenden.“

Ziel der Breitband Nordhessen GmbH ist es, in den nächsten Jahren nahezu überall in Nordhessen einen Anschluss von bis zu 50 Megabit in der Sekunde zur Verfügung stellen zu können. Schon mehr als 320 Kilometer Trasse wurden seit Beginn der Bauarbeiten im Spätsommer 2016 gebaut, davon rund 100 Kilometer allein im Landkreis Kassel. 75 Multifunktionsgehäuse wurden hier inzwischen gesetzt, erklärt Breitband-Geschäftsführerin Kathrin Laurier, im gesamten Ausbaugebiet sind es bereits rund 170. 

„Die gute Zusammenarbeit über alle politischen Ebenen und Gremien hinweg und die Bereitschaft unserer Städte und Gemeinden, bei diesem wichtigen Thema an einem Strang zu ziehen, hat uns in die Lage versetzt, dass wir nun bei einem der wichtigsten Standortfaktoren handeln können“, betont Landrat Dr. Michael Koch.

Über den jeweils aktuellen Stand des Ausbaus in den Ortsteilen informiert die Breitbandgesellschaft auf ihrer Website unter www.breitband-nordhessen.de. Derzeit sind auf der Homepage die für das 1. Halbjahr 2017 verbindlich geplanten Bauabschnitte einzusehen. Die neuen Bauabschnitte für das 2. Halbjahr 2017 werden am 30. Juni auf der Website der Breitband Nordhessen veröffentlicht. 

Zur Errichtung des Breitband-Netzes werden zunächst Leerrohre verlegt, in die später Glasfaserkabel eingeblasen werden, die so den schnellen Datentransport überhaupt erst ermöglichen. Sogenannte Multifunktionsgehäuse in den einzelnen Orts- und Stadtteilen dienen als Koppelstationen, in denen die aktive Technik des Netzbetreibers installiert wird. Von dort aus werden die Datensignale des neuen Glasfasernetzes mit hoher Bandbreite über bereits vorhandene Kupferkabel zu den Haushalten transportiert.

Breitbandausbau in Nordhessen, Netzeröffnung in Kaufungen-Niederkaufungen, (v.l.n.r): Kathrin Laurier (Geschäftsführerin Breitband Nordhessen GmbH), Landrat Dr. Michael H. Koch (Landrat Hersfeld-Rotenburg, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen), Landrat Uwe Schmidt (Landrat des Landkreises Kassel), Eckart Liebelt (Geschäftsführer Netcom Kassel), Bürgermeister Arnim Roß

Während der Ausbauarbeiten werden die Glasfaserleitungen in einer Ringstruktur gebaut, um zu gewährleisten, dass es später keine Ausfälle bei einem möglichen Leitungsschaden gibt, denn das Signal kann dank des Rings von zwei Seiten herangeführt werden. Nach Fertigstellung der passiven Infrastruktur wird die Netcom Kassel die aktive Technik installieren und betreiben. Die Netcom Kassel wird den Wechsel des Anbieters servicefreundlich anbieten, damit die Kunden leicht in das neue Netz wechseln können. 

Es geht hierbei nicht um den Anschluss in Städten und größeren Orten - dort ist der Ausbau der Infrastruktur für die konventionellen Anbieter von Telekommunikation wegen der großen Dichte an Kunden attraktiv genug. Die Breitbandgesellschaft bereitet vielmehr den Anschluss in den rund 570 Ortsteilen vor, deren Versorgung sich für einen gewöhnlichen Netzanbieter kaum lohnen würde. Dafür entsteht ein mehr als 2000 Kilometer langes Glasfasernetz bis zu den Kabelverzweigern (FTTC). „Das sind die hellgrauen Kästen am Straßenrand der Telefonanbieter. Die letzte Meile bis ins Haus läuft das Signal über das vorhandene Kupferkabel“, sagt Laurier. Für das Projekt sind 128 Millionen Euro veranschlagt. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen gewährt ein zinsgünstiges Darlehen, für das das Land Hessen bürgt.

 

Pressemitteilung vom 01.06.2017

Breitband Nordhessen eröffnet Datenautobahn im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Neuenstein, 15. Mai 2017 – Ein wichtiger Tag für die Region Nordhessen! In Obergeis ist am Montag der erste Kabelverzweiger im Landkreis Hersfeld-Rotenburg aktiviert und damit das nordhessische Breitbandnetz vor Ort eröffnet worden. In dem Neuensteiner Ortsteil ist damit jetzt das zweite Teilstück der regionalen Datenautobahn für schnelles Internet in Nordhessen ans Netz gegangen.

„Ab heute können die ersten Endkunden im Landkreis bei der Netcom mit bis zu 50 Megabit surfen – und das an Orten, die von anderen Providern am Markt nie ausgebaut worden wären“, freut sich Landrat Dr. Michael Koch als Vorsitzender der Breitband-Gesellschafterversammlung: „.Für Wirtschaftsbetriebe und private Nutzer ist es wichtig, schnell online unterwegs zu sein. Schnelles Internet ist für jedes Wirtschaftsunternehmen ein Standortfaktor und gehört heute auch privat zur Grundversorgung. Es ist ein elementarer Faktor für Familien bei der Wohnortwahl und für Unternehmen bei Standortentscheidungen. Ein leistungsfähiges Breitband-Netz ist insbesondere im ländlichen Raum eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit." 

Ziel der Breitband Nordhessen GmbH ist es, in den nächsten Jahren nahezu überall in Nordhessen einen Anschluss von bis zu 50 Megabit in der Sekunde zur Verfügung stellen zu können. Schon mehr als 250 Kilometer Trasse wurden seit Beginn der Bauarbeiten im Spätsommer 2016 gebaut, davon rund 60 Kilometer allein im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. 40 Multifunktionsgehäuse wurden hier inzwischen gesetzt, erklärt Breitband-Geschäftsführerin Kathrin Laurier, im gesamten Ausbaugebiet sind es bereits rund 170. Die Netcom Kassel, die das aktive Netz betreiben wird, informiert unterdessen die Bürgerinnen und Bürger in den einzelnen Orten Nordhessens Schritt für Schritt mit eigenen Veranstaltungen über Produkte und Tarife.

„Ich freue mich über den Baufortschritt in allen fünf nordhessischen Landkreisen“, so Koch: „Jetzt geht es darum, dass die weißen Flecken auf unserer Landkarte möglichst schnell verschwinden", drückt Landrat Dr. Koch aufs Tempo: „Derzeit sind zwölf Baukolonnen mit bis zu 150 Bauarbeitern für uns in Nordhessen im Einsatz, wir haben hier ein wirklich großes Projekt laufen." Derzeit wird in Bad Hersfeld-Heenes, Neuenstein-Mühlbach und im Zentrum Kirch-heims bereits für das Breitband Nordhessen Projekt gebaut. Demnächst, so Koch, starten die Bauarbeiten in Schenklengsfeld-Malkomes, im Zentrum Breitenbachs und in Machtlos, in Dinkelrode und im Kirchheimer Ortsteil Frielingen.

Über den jeweils aktuellen Stand des Ausbaus in den Ortsteilen informiert die Breitbandgesellschaft auf ihrer Website unter www.breitband-nordhessen.de. Derzeit sind auf der Homepage die für das 1. Halbjahr 2017 verbindlich geplanten Bauabschnitte einzusehen. Die neuen Bauabschnitte für das 2. Halbjahr 2017 werden am 30. Juni auf der Website der Breitband Nordhessen veröffentlicht. 

Zur Errichtung des Breitbandnetzes werden zunächst Leerrohre verlegt, in die später Glasfaserkabel eingeblasen werden, die so den schnellen Datentransport überhaupt erst ermöglichen.

Breitbandausbau in Nordhessen, Netzeröffnung in Neuenstein-Obergeis, (v.l.n.r): Dr. Karl-Ernst Schmidt (Landrat a.D.) Marco Weigand (Geschäftsführer Weigand Bau GmbH), Bürgermeister Walter Glänzer, Dr. Michael H. Koch (Landrat Hersfeld-Rotenburg, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen), Kathrin Laurier (Geschäftsführerin Breitband Nordhessen GmbH) Eckart Liebelt und Frank Richter (Geschäftsführer Netcom Kassel)

Sogenannte Multifunktionsgehäuse in den einzelnen Orts- und Stadtteilen dienen als Koppelstationen, in denen die aktive Technik des Netzbetreibers installiert wird. Von dort aus werden die Datensignale des neuen Glasfasernetzes mit hoher Bandbreite über bereits vorhandene Kupferkabel zu den Haushalten transportiert.

Während der Ausbauarbeiten werden die Glasfaserleitungen in einer Ringstruktur gebaut, um zu gewährleisten, dass es später keine Ausfälle bei einem möglichen Leitungsschaden gibt, denn das Signal kann dank des Rings von zwei Seiten herangeführt werden. Nach Fertigstellung der passiven Infrastruktur wird die Netcom Kassel die aktive Technik installieren und betreiben. Die Netcom Kassel wird den Wechsel des Anbieters servicefreundlich anbieten, damit die Kunden leicht in das neue Netz wechseln können. 

Es geht hierbei nicht um den Anschluss in Städten und größeren Orten - dort ist der Ausbau der Infrastruktur für die konventionellen Anbieter von Telekommunikation wegen der großen Dichte an Kunden attraktiv genug. Die Breitbandgesellschaft bereitet vielmehr den Anschluss in den rund 570 Ortsteilen vor, deren Versorgung sich für einen gewöhnlichen Netzanbieter kaum lohnen würde. Dafür entsteht ein mehr als 2000 Kilometer langes Glasfasernetz bis zu den Kabelverzweigern (FTTC). „Das sind die hellgrauen Kästen am Straßenrand der Telefonanbieter. Die letzte Meile bis ins Haus läuft das Signal über das vorhandene Kupferkabel“, sagt Laurier. Für das Projekt sind 128 Millionen Euro veranschlagt. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen gewährt ein zinsgünstiges Darlehen, für das das Land Hessen bürgt.

Pressemitteilung vom 15.05.2017


Breitband Nordhessen eröffnet Datenautobahn

Remsfeld, 21. April 2017 – Ein wichtiger Tag für die Region Nordhessen! In Knüllwald im Schwalm-Eder-Kreis ist das 1. Teilstück der „Regionalen Datenautobahn“ für Nordhessen ans Netz gegangen.

Im Ortsteil Remsfeld ist am Freitag der erste Kabelverzweiger aktiviert und damit das nordhessische Breitbandnetz eröffnet worden. Die Netcom Kassel, die das aktive Netz betreiben wird, informiert unterdessen die Bürgerinnen und Bürger in den einzelnen Orten Nordhessens Schritt für Schritt mit eigenen Veranstaltungen über Produkte und Tarife.

Der Landrat des Schwalm-Eder-Kreises und stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen GmbH, Landrat Winfried Becker, würdigte die Eröffnung der Datenbautobahn als „echten Durchbruch in der Erschließung Nordhessens mit moderner Kommunikationsinfrastruktur“. Becker: „Ich freue mich, dass mit dem Schwalm-Eder-Kreis eine Region von unserem Bemühen profitiert, in der bisher die kleinen Orte und Ortsteile im nordhessischen Vergleich weniger gut versorgt waren. Während wir vor wenigen Jahren noch vor allem den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur forcierten, ist uns allen längst bewusst, dass ein schnelles Glasfasernetz/Internet ebenso wichtig ist.“ 

„Durch Highspeed-Internet bleibt unsere Region ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum“, betont Dr. Michael Koch, Landrat im benachbarten Landkreis Hersfeld-Rotenburg und Vorsitzender der Breitband-Gesellschafterversammlung: „Das schnelle Netz sichert unseren Städten und Gemeinden die Zukunft und verhindert eine drohende digitale Spaltung zwischen Ballungszentren und unserer ländlichen Region.“ Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller sprach von einem Glücksfall für seine Gemeinde und die Nachbarkommunen, dass die Datenautobahn durch seine Gemeinde verläuft und diese anbindet. Er dankte der Breitband Nordhessen GmbH für ihr Engagement und den nordhessischen Landkreisen für ihre Initiative, „unserer Heimat den Anschluss an das weltweite Informationsnetz zu ermöglichen, den sie verdient und benötigt.“ 

Der Breitbandausbau in Nordhessen ist das derzeit größte Breitband-Infrastrukturprojekt in Europa. Ziel der Breitband Nordhessen GmbH ist es, bis zum Ende des Jahrzehnts nahezu überall in Nordhessen einen Anschluss mit bis zu 50 Megabit in der Sekunde zur Verfügung stellen zu können. Seit Beginn der Bauarbeiten im Spätsommer 2016 wurden schon über 200 Kilometer Trasse gebaut und rund 120 Multifunktionsgehäuse gesetzt, erklärt die Breitband-Geschäftsführerin Kathrin Laurier.

Über den jeweils aktuellen Stand des Ausbaus in den Ortsteilen informiere die Breitbandgesellschaft auf ihrer Website www.breitband-nordhessen.de. Derzeit sind dort die für das 1. Halbjahr 2017 verbindlich geplanten Bauabschnitte einzusehen. Für alle Ortsteile, die nicht Teil der verbindlichen Planungen des bevorstehenden halben Jahres sind, bestehen unverbindliche Planungsausblicke für die Folgezeiträume bis 2019. Die neuen Bauabschnitte für das 2. Halbjahr 2017 werden am 30. Juni auf der Website der Breitband Nordhessen veröffentlicht.

Zur Errichtung des Breitbandnetzes werden zunächst Leerrohre verlegt, in die später Glasfaserkabel eingeblasen werden, die so den schnellen Datentransport überhaupt erst ermöglichen. Sogenannte Multifunktionsgehäuse in den einzelnen Orts- und Stadtteilen dienen als Koppelstationen, in denen die aktive Technik des Netzbetreibers installiert wird. Von dort aus werden die Datensignale des neuen Glasfasernetzes dann mit hoher Bandbreite über die bereits vorhandenen Kupferkabel zu den Haushalten transportiert.

Breitbandausbau in Nordhessen, Netzeröffnung in Knüllwald-Remsfeld, (v.l.n.r): Staatssekretär Mark Weinmeister, Kathrin Laurier (Geschäftsführerin Breitband Nordhessen GmbH), Winfried Becker (Landrat Schwalm-Eder-Kreis, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen GmbH), Bürgermeister Jörg Müller, Dr. Michael H. Koch (Landrat Hersfeld-Rotenburg, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen), Eckart Liebelt und Frank Richter (Geschäftsführer Netcom Kassel)

Während der Ausbauarbeiten werden die Glasfaserleitungen in einer Ringstruktur gebaut, um zu gewährleisten, dass es später keinen Dienstausfall bei einem möglichen Leitungsschaden gibt: Das Signal kann dank des Rings von zwei Seiten herangeführt werden. Die Bauarbeiten werden mit dem umweltschonenden Horizontalbohrverfahren sowie mit Kabelpflug- und Grabenfrästechnik oder in offener Bauweise durchgeführt. 

Nach Fertigstellung der passiven Infrastruktur wird die Netcom Kassel die aktive Technik installieren und betreiben. Die Netcom Kassel wird den Wechsel des Anbieters servicefreundlich anbieten, damit die Kunden leicht in das neue Netz wechseln können. „Grundsätzlich empfehlen wir keine Kündigung des bestehenden Vertrages, lediglich eine Verlängerung des Vertrages um 24 Monate sollte vermieden werden“, so Kathrin Laurier, Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen GmbH. 

Es geht nicht um den Anschluss in Städten und größeren Orten, denn dort ist der Ausbau der Infrastruktur für die konventionellen Anbieter von Telekommunikation wegen der großen Dichte an Kunden attraktiv genug. Die Breitbandgesellschaft bereitet hingegen den Anschluss in den rund 570 Ortsteilen vor, deren Versorgung sich für einen gewöhnlichen Netzanbieter niemals lohnen würde. Dafür entsteht ein mehr als 2000 Kilometer langes Glasfasernetz bis zu den Kabelverzweigern (FTTC), das sind die hellgrauen Kästen am Straßenrand der Telefonanbieter. „Die letzte Meile bis ins Haus läuft das Signal über das vorhandene Kupferkabel“, sagt Laurier. Die Verlegung von Glasfaser bis in jedes Haus (FTTH) hätte mehr als eine Milliarde Euro gekostet. Für das laufende Projekt sind 128 Millionen Euro veranschlagt. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen gewährt ein zinsgünstiges Darlehen, für welches das Land Hessen bürgt.


Pressemitteilung vom 21.04.2017


Ministerien zu Gast beim Breitbandausbau in Nordhessen

Am 20. April 2017 waren das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen zu Gast in Kassel bei der Breitband Nordhessen GmbH und verschafften sich einen Überblick über das Breitbandprojekt und die aktuellen Bauaktivitäten.

Das Hessische Wirtschaftsministerium sowie das Hessische Umweltministerium unterstützen den Breitbandausbau in Nordhessen mit einer Förderung in Höhe von rund 20 Millionen Euro aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums" (ELER) und unterstützen damit die nachhaltige Entwicklung unserer Region sowie die Schaffung einer zukunftsfähigen Breitbandinfrastruktur.

Zu Gast beim Breitbandausbau in Nordhessen: Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen


Schnelleres Internet: Bereits 50 Kilometer im Kreis Kassel ausgebaut

Naumburg/Kreis Kassel, 19. März 2017 - Der Breitbandausbau in der Region ist in vollem Gange. Bis 2019 sollen die 570 Ortsteile in der Region mit schnellem Internet versorgt werden.

„Nach Besserung der Witterungsverhältnisse konnten die Vor-Ort-Planungen und der Tiefbau wieder aufgenommen werden“, sagt Kathrin Laurier, Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen GmbH, in deren Auftrag von der Weigand Bau GmbH (Bad Königshofen, Bayern) derzeit Leitungen gezogen und Mehrverteilergehäuse (MFG) aufgebaut werden.

Im Kreis Kassel sind laut Laurier in Baunatal-Großenritte bereits rund zwei Kilometer gebaut, in Schauenburg-Elgershausen und Schauenburg-Hoof gut neun Kilometer, außerdem seien hier bereits neun Verteilerkästen gesetzt. Gut voran gehe es auch in Kaufungen (14,3 Kilometer, 21 MFG), Calden-Meimbressen (14,8 Kilometer, drei MFG) und in Naumburg (9,5 Kilometer, ein MFG). Insgesamt seien im Landkreis Kassel bereits rund 50 Kilometer gebaut und 34 Multifunktionsgehäuse gesetzt worden. Für Nieste ist der Baubeginn für Ende des Monats geplant, Mitte des Jahres soll es dann auch in Söhrewald-Wattenbach, Grebenstein, Wolfhagen-Leckringhausen und Lohfelden-Vollmarshausen losgehen.

In Naumburg sind die Mitarbeiter der Weigand Bau GmbH bereits auf der Zielgeraden. In spätestens drei Wochen sollen hier sechs Kabelverzweiger der Telekom sowie eine Hauptverteilerstelle angeschlossen sein.

Die Tiefbauarbeiten sind nahezu abgeschlossen, aktuell werden noch kurze Anschlussstege gebaut und Multifunktionsgehäuse gesetzt, in denen künftig die Umwandlung von Glasfaser auf Kupfer stattfinden wird.

Naumburg liegt im Bauabschnitt 11, der übergreifend ist vom Landkreis Kassel in den Landkreis Waldeck-Frankenberg und eine 22 Kilometer langen Trasse umfasst.

Bohren fürs schnelle Netz
Noch eine Bohrung in der Burgstraße, dann haben Bauleiter Dieter Karpenko und sein Team das Gröbste hinter sich. Seit November sind die Mitarbeiter der Weigand Bau GmbH (Bad Königshofen, Bayern) mit schwerem Gerät in Naumburg unterwegs, um die Stadt fit zu machen für schnelles Internet.

Stück für Stück haben sie allein in der Kernstadt im Rahmen des Breitbandausbaus Nordhessen rund zweieinhalb Kilometer Rohre durchs Erdreich gezogen, und das war nicht immer so leicht wie erhofft. „Der Untergrund hat sich von der Geologie her stellenweise als besonders widerspenstig erwiesen, wechselnde Gesteinsarten lassen den Bohrer nicht immer so problemlos durch die Tiefe gleiten, wie es wünschenswert wäre“, sagt Karpenko. „Von der Grauwacke über Sandstein und Tonschiefer bis hin zu Lehm haben wir hier schon alles gefunden.“

Für die Bauprofis letztlich aber doch mehr Herausforderung denn Hindernis, denn das eingesetzte Horizontalspülbohrverfahren ist selbst zum Durchbohren von Fels ausgelegt. Das funktioniert Dank eines ausgeklügelten Doppelrohrgestänges. Ein gegenüber dem Bohrkopf geringerer Durchmesser lässt einen Ringraum frei.

Foto: Horizontalspülbohrverfahren
© Hoffmann/HNA

Durch das Gestänge wird eine Bentonit-Bohrspülung zum Bohrkopf gepumpt, wo sie austritt und das Bohrklein durch den Ringraum ausspült. Sie dient laut Karpenko neben dem Ausräumen durch die speziellen Eigenschaften von Bentonit der Stabilisierung des Bohrkanals, dem Kühlen des Bohrkopfes und als Schmiermittel. „Auf 100 Metern benötigen wir etwa drei Kubik Bentonit, das im Anschluss an die Bohrung gesammelt, recycelt und in den Kreislauf zurückgegeben wird.“

Auch in der Burgstraße kommt es zum Einsatz, als die Bauarbeiter zur finalen Bohrung in Naumburg ansetzen. Im bereits ausgehobenen Schacht bringen sie den Erdbohrer in Position. Der Bohrkopf ist mit dem aus einzelnen Rohren zusammengeschraubten Bohrstrang verbunden, das von der Bohranlage ins Erdreich getrieben wird. Dabei kann nicht nur die Arbeitstiefe des Bohrers gesteuert werden, sondern auch die Richtung. „Kurven sind kein Problem“, sagt Karpenko, mit Ausweichmanövern kenne er sich aus, zumal an vielen Straßen diverse Kanalrohre und andere Versorgungsleitungen im Boden lägen. Die spielten größtenteils aber keine Rolle, denn „wir gehen bei den Bohrungen auf Tiefe, innerorts meist unter die Kanalsohlen, was den Vorteil hat, dass wir keinerlei Fremdanlagen tangieren, denn in einer Tiefe von sechs bis sieben Metern ist ansonsten nichts weiter verlegt.“

Anders wäre ein derart schnelles Vorantreiben der Arbeiten wohl auch kaum möglich. „Die komplette Untere Straße haben wir beispielsweise auf einer Länge von 272 Metern in gerade einmal fünf Tagen durchbohrt, und das, ohne den Verkehr großartig zu beeinträchtigen.“ In spätestens drei Wochen will Karpenko in Naumburg mit den letzten Feinarbeiten fertig sein, bevor es über Netze weiter geht gen Edersee.

HNA, 19.03.2017

Veröffentlicht unter:
www.hna.de


Breitbandausbau: Unter der Guxhagener Erde tut sich was

Guxhagen, 17. März 2017 - Bauleiter Christian Götz und seine Kollegen waren am Donnerstag mit schwerem Gerät an der Ellenberger Straße zu Gange. Was dort genau passierte, ahnten die wenigsten.

Wer an der Ellenberger Straße vorbeikam, sah lediglich tiefe mit Schlamm gefüllte Gräben, die Bohrmaschine, einige schwarze Rohre und einen Lastwagen.

Vorarbeit
Nachdem die Genehmigungen der Grundstückseigentümer eingeholt worden sind, muss geklärt werden, ob an den vorgesehenen Stellen überhaupt eine Baustelle errichtet werden darf, erklärt Götz. Parallel wird bei sämtlichen Versorgungsunternehmen angefragt, was bereits an den Stellen verlegt ist (z.B. Wasser und Strom).

Die Grube
Überall dort, wo derzeit Breitband verlegt wird, sieht man die tiefen Gruben. Dort werden mit der Bohrmaschine Metallstangen in die Erde geschoben. Vorne an der Stange befindet sich ein Bohraufsatz, der einen Tunnel zur nächsten Grube gräbt. „Hier um Guxhagen herum ist es sehr felsig“, sagt Götz. Etwa 100 Meter können die Arbeiter pro Tag graben, einen Durchmesser von etwa zwölf Zentimetern hat das Loch. „Wenn die Bodenverhältnisse besser sind, dann schaffen wir auch bis zu 200 Meter.“ Eine Metallstange ist etwa drei Meter lang. Derjenige, der die Maschine steuert, befestigt hinten immer wieder eine neue Stange. An der Ellenberger Straße bohrten Götz und seine Kollegen fünf Meter tief unter der Erde. Bis zu 7,5 Meter tief muss das Loch gegraben werden, je nachdem wie tief die Kanäle liegen. Bis zu 250 Meter darf eine Grube von der anderen entfernt sein.

Die Richtung
Damit derjenige, der die Maschine steuert, auch in die richtige Richtung bohrt – das Gestänge muss ja an der nächsten Grube herauskommen – verfolgt ein Bauarbeiter mit einem Messgerät, wo sich die Bohrstange genau befindet. Denn an dem Bohraufsatz ist eine Sonde mit Magnetfeld angebracht, damit der Bohrer geortet werden kann. Verfolgen kann man auf der Digitalanzeige unter anderem die Richtung und die Tiefe der Stange.

Das Wasser
Damit gegraben werden kann, wird von einem Lastwagen, der mit Wassertanks ausgestattet ist, über einen Schlauch Wasser in die Grube gepumpt. „Das sorgt dafür, dass das Erdreich weicher wird und gekühlt wird“, sagt Götz. Durch das Bohren unter der Erde entsteht Reibung, also Wärme, die sich unter der Erde sammeln würde.

Die Rohre
Ist das Loch gegraben, kommen drei Leerrohre unter die Erde. Sie kommen auf riesigen Kabeltrommeln zur Baustelle. Auf einer Kabeltrommel sind 2,5 Kilometer Leerrohr aufgerollt. Es besteht aus einem witterungsbeständigen Hartplastik. Durch zwei Rohre wird Glasfaserkabel gezogen, eines bleibt leer – „zum Beispiel dafür, falls es mal einen Schaden gibt“, sagt Götz.

Foto (groß): Spülbohrer - Fotos (klein) v.l.n.r.: Leerrohre; Bohraufsätze
© C. Hartung/HNA

Blaue Kreuze
Die blauen Kreuze, die zurzeit überall an und auf den Straßen eingezeichnet sind, markieren den Weg der Rohre.

Schaltkästen wandeln Signal
Wenn die Leerrohre verlegt sind, kommt das Glasfaserkabel hinein. Mit Druckluft wird es in das Rohr hineingeblasen, erklärt Christian Götz. Bis an der Ellenberger Straße das Glasfaserkabel eingezogen wird, werden noch sechs bis acht Wochen vergehen. „Am Ende kommen Monteure und setzen die einzelnen Kabelenden zusammen.“

Damit letztlich das schnelle Internet ins Haus kommt, werden neue Schaltkästen aufgestellt – und zwar direkt neben den bestehenden Kästen der Deutschen Telekom. Zum neuen Kasten bringt das Glasfaserkabel Lichtwellen. Diese werden im Kasten in ein elektrisches Signal umgewandelt und auf das Kupferkabel der Telekom übertragen. Das Kupferkabel führt schließlich zu den einzelnen Häusern. Den Ausbaustatus der einzelnen Ortschaften kann man im Internet einsehen unter www.breitband-nordhessen.de.


HNA, 17.03.2017

Veröffentlicht unter:
www.hna.de


Minister übergibt 20-Millionen-Förderung für Breitbandausbau

Kassel, 17. Februar 2017 – Mit rund 20 Millionen Euro unterstützen das Hessische Wirtschafts- und das Umweltministerium den Breitbandausbau in Nordhessen. Die Gelder stammen aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums" (ELER). Den Förderbescheid übergab Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Freitag in Kassel an die nordhessischen Landkreise und die Breitband Nordhessen GmbH.

„Für den ländlichen Raum ist die Möglichkeit, schnelles Internet in jedem Dorf für die Bürger bereit zu stellen, eine der zentralen Weichenstellungen für seine zukünftige Attraktivität. Mit den Mitteln aus dem ELER-Fonds kommen wir einen großen Schritt weiter“, freut sich Hersfeld-Rotenburgs Landrat Dr. Michael Koch, Vorsitzender der Breitband Nordhessen GmbH, über die Förderzusage. Schnelles Internet für Firmen und Privatpersonen seien in der heutigen Zeit ein Muss.

Kochs Dank gilt dem Land Hessen, das das Projekt durch die Absicherung mit Landesbürgschaften und Fördermitteln finanziell möglich gemacht hat: „Durch flächendeckendes Highspeed-Internet bleibt unsere Region ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum. Mit unserer gemeinsamen nordhessischen Initiative stärken wir die Attraktivität des ländlichen Raumes.“ 

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir verwies darauf, dass ein leistungsfähiges Breitband-Netz insbesondere im ländlichen Raum eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sei. „Es ist ein elementarer Faktor für Familien bei der Wohnortwahl sowie für Unternehmen bei Standortentscheidungen. Deshalb darf der ländliche Raum nicht digital abgehängt werden“, betonte Al-Wazir und dankte dem für ELER zuständigen Umweltministerium für die Zusammenarbeit.

Das neue regionale Glasfasernetz wird sich mit einer Länge von ca. 2200 Kilometern über die fünf nordhessischen Landkreise erstrecken und Bürgern und Gewerbebetrieben Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s ermöglichen. Beim Bau des Breitbandnetzes werden Leerrohre verlegt, in die später Glasfaserkabel eingeblasen werden, die den schnellen Datentransport ermöglichen. Multifunktionsgehäuse in den Orts- und Stadtteilen dienen als Koppelstationen, in denen die Technik des Netzbetreibers installiert wird. Von dort aus werden die Datensignale des neuen Glasfasernetzes dann mit hoher Bandbreite über die bereits vorhandenen Kupferkabel zu den Haushalten transportiert. 

Breitbandausbau in Nordhessen, Übergabe ELER-Förderbescheid (v.l.n.r): Winfried Becker (Landrat Schwalm-Eder-Kreis), Dr. Michael H. Koch (Landrat Hersfeld-Rotenburg, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen), Stefan G. Reuß (Landrat Werra-Meißner-Kreis), Tarek Al-Wazir (Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung), Uwe Schmidt (Landrat Landkreis Kassel), Kathrin Laurier (Geschäftsführerin Breitband Nordhessen GmbH), Dr. Reinhard Kubat (Landrat Waldeck-Frankenberg), Holger Schach (Prokurist Breitband Nordhessen GmbH), Dr. Walter Lübcke (Regierungspräsident)

Vertragspartner für den Endkunden ist die Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation. Sie wird im Vorfeld die Vermarktung der Anschlüsse starten und Informationsveranstaltungen vor Ort durchführen. „Grundsätzlich empfehlen wir keine Kündigung des bestehenden Vertrages. Eine Verlängerung von Bestandsverträgen um 24 Monate sollte aber unbedingt vermieden werden“, so Kathrin Laurier, Geschäftsführerin Breitband Nordhessen. 

Mit einem Vorlauf von rund sechs Monaten wird die konkrete Versorgungsplanung für einzelne Orts- und Stadtteile möglich sein. Derzeit sind unter www.breitband-nordhessen.de die für das 1. Halbjahr 2017 verbindlich geplanten Bauabschnitte einzusehen.


Pressemitteilung vom 17.02.2017


Weitere Meldungen


14.01.2017 | Breitbandausbau in Nordhessen soll 2017 beschleunigt werden

Die Vernetzung von Hessen mit schnellem Internet geht voran - auch im Norden des Landes. Das im Vorjahr gestartete Großprojekt zum Breitband-Ausbau in fünf Landkreisen soll 2017 an Fahrt aufnehmen.

Kassel, 14. Januar 2017 - Der Ausbau des schnellen Internets in fünf nordhessischen Landkreisen ist nach dem Start im Vorjahr einen Schritt vorangekommen und soll 2017 an Tempo zulegen. Nach dem Baubeginn am 1. Oktober seien bis zum Jahresende knapp 60 Kilometer Leerrohre verlegt worden, wie die Breitband Nordhessen GmbH auf Anfrage mitteilte. «Das ist eine ordentliche Leistung. Das Projekt ist gut angelaufen», zog Geschäftsführerin Kathrin Laurier eine Zwischenbilanz.

Derzeit pausieren die Bauarbeiten zwar witterungsbedingt. «Aber die Netzplanungen, Trassenbegehungen, Beantragungen und weitere Vorbereitungen laufen nach wie vor auf Hochtouren», erklärte Laurier am Sitz der Breitband-Gesellschaft in Kassel.

Bei dem Breitbandausbau sollen Internet-Geschwindigkeiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde, mindestens aber 30 Mbit/s flächendeckend erreicht werden. Für Unternehmen sind individuelle Lösungen mit höherem Tempo angekündigt. Nach Zielen des hessischen Wirtschaftsministeriums sollen bis Ende 2018 die Haushalte im Land flächendeckend mit schnellem Internet versorgt sein. Derzeit verfügen über 70 Prozent über Anbindungen mit 50 Mbit/s.

Um bei der Internet-Versorgung voranzukommen, sei das Ziel in diesem Jahr, 400 Kilometer zu verlegen, sagte Laurier. Bei den Arbeiten kommt ein Kabelpflug zum Einsatz, der die Leitungen in der Erde verlegt. In dreieinhalb Jahren soll das Netz auf rund 2000 Kilometer gewachsen sein - verteilt in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner. Ende 2019 soll das Projekt abgeschlossen sein. 125 Millionen Euro werden investiert.

Das Generalunternehmen für die Bauarbeiten ist die Weigand Bau GmbH (Bad Königshofen/Bayern). Die mit derart Projekten erfahrene Firma ist nach der Feinnetzplanung mit der Verlegung von Leerrohren und Glasfaserkabeln bis zu den Verteilerschränken zuständig. Anschließend wird die Netcom Kassel als Netzbetreiber die Technik in die Verteilerschränke einbauen und die Kunden versorgen.

Wann genau der Internetdienst in welchen Landkreis-Bereich verfügbar ist, ist noch unklar. «Die Konkretisierung der zeitlichen Planungen sind in vollem Gange, bedürfen aber aufgrund der Komplexität noch weiterer Abstimmungen zwischen Netzbetreiber und Generalunternehmer», erläuterte Laurier.

Deutsche Presse-Agentur, 14.01.2017
- Mit freundlicher Genehmigung der dpa -

Veröffentlicht unter:
www.fr-online.de

26.12.2016 | Alles läuft rund bei Breitband für Nordhessen

Schnelles Internet für ländlichen Raum: Finanzierung steht

Hersfeld-Rotenburg, 26. Dezember 2016 - Die Breitband Nordhessen GmbH hat eine positive Bilanz ihrer Arbeit im Jahr 2016 gezogen.

Seit dem offiziellen Baubeginn am 1. Oktober wurden bereits 50,3 Kilometer Leerrohre verlegt, 42 Verteilerschränke gesetzt und in Absprache mit den Gemeinden 256 künftige Standorte für weitere Multifunktionsgehäuse festgelegt.

„Es läuft alles rund momentan“, sagt Kathrin Laurier, die Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen. Die gemeinsame Gesellschaft von fünf Landkreisen hat es sich zum Ziel gesetzt, schnelles Internet auch in den ländlichen Raum zu bringen. Inzwischen seien elf Bauabschnitte voll beplant, in acht Bauabschnitten werde aktiv gearbeitet. Gleichwohl dürften die Baggerarbeiten in den nächsten Wochen witterungsbedingt ruhen, ab Mitte Januar werde dann weitergebaut, so Laurier.

Im kommenden Jahr sollen dann insgesamt 400 bis 500 Kilometer Leerrohre verlegt werden. „Wenn alles eingespielt ist, werden die Bauarbeiten noch an Fahrt aufnehmen“, meint die Breitband-Chefin. Insgesamt sollen in dreieinhalb Jahren 2000 Kilometer Leerrohre auf der 7000 Quadratmeter großen Projektfläche in Nordhessen verlegt sein. „Das ganze Projekt ist ein mutiges Wagnis, 2016 sind wir schon weit gekommen und für 2017 bin ich auch sehr zuversichtlich“, sagt Dr. Michael Koch. Der Landrat des Kreises Hersfeld-Rotenburg ist zugleich Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen. „Die Finanzierung des Projekts steht, Ziel ist es nun, möglichst schnell voranzukommen“, sagt Landrat Koch.

© Breitband Nordhessen GmbH

Aus planungstechnischen Gründen sei es aber noch nicht möglich zu sagen, wann welche Orte ans Netz gehen werden, erklärt Laurier. Bevor die jeweiligen Teilregionen mit dem Datensignal versorgt werden können, müsse der übergeordnete Versorgungsring des Kernnetzes geschlossen sein.

Hersfelder Zeitung, 26.12.2016

Veröffentlicht unter:
www.hersfelder-zeitung.de
www.hna.de
www.werra-rundschau.de

12.10.2016 | Planungen für fünf Landkreise Nordhessens konkretisiert

In diesen Kommunen wird jetzt Breitband-Internet ausgebaut

Bad Sooden-Allendorf, 12. Oktober 2016 – Seit den ersten Spatenstichen in den fünf nordhessischen Landkreisen ist der Ausbau des größten europäischen Breitband-Projektes in vollem Gange. Auf der Auftaktveranstaltung zum Projekt „NGA Cluster Nordhessen“ wurde vor mehr als 150 kommunalen Vertretern in Bad Sooden-Allendorf die vorläufige Bau- und Ausführungsplanung präsentiert sowie detaillierte Informationen zu den künftigen Produkten der Netcom Kassel vorgestellt.

„Wir sind stolz auf dieses zukunftsweisende Kooperationsprojekt, das einmalig in Europa ist“, so der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Landrat Dr. Michael Koch, und betonte: „Deshalb freut es uns, heute im nächsten Schritt den weiteren Verlauf des Breitbandausbaus gemeinsam mit unseren Partnern zu konkretisieren.“ Nach der Eröffnung durch Landrat Dr. Michael Koch, begrüßte der gastgebende Landrat Stefan Reuß die regionalen Teilnehmer. Anschließend entsendete Staatsminister Tarek Al-Wazir per Videobotschaft ein digitales Grußwort, in dem er unter anderem die Bedeutung des Projektes für das gesamte Bundesland hervorhob.

Kathrin Laurier, Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen GmbH, stellte das Projekt „NGA-Cluster Nordhessen“ vor. „Von der Planung über den Bau bis zum Anschluss der Kunden sind viele Schritte bis zur Versorgung mit Diensten in einem Ort notwendig“, so Laurier. Im Detail präsentierte Marco Weigand, Geschäftsführer der Weigand Bau GmbH, die Bau- und Ausführungsplanung für die kommenden Jahre sowie die Bauweise. Frank Richter, Geschäftsführer der Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation mbH, stellte die Produkte und Tarife, die in den fertig gestellten Ortsteilen zur Verfügung stehen vor. Nähere Informationen zu den verfügbaren Produkten finden sich auch auf der Internetpräsenz der Netcom Kassel (www.netcom-kassel.de).

Die genaue Ausbaureihenfolge legt der Generalunternehmer, die Firma Weigand Bau GmbH, gemeinsam mit dem Netzbetreiber, der Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation mbH, fest. Hierbei ist es Ziel, im Voraus verbindliche Planungsfenster von einem halben Jahr festzulegen. Aktuell sind auf der Website (www.breitband-nordhessen.de) der Breitband Nordhessen GmbH die Ortsteile, die in 2016 begonnen werden, zu finden. Bis zum Ende des Jahres werden die verbindlichen Planungsfenster für das erste Halbjahr 2017 veröffentlicht. Das Glasfasernetz wird sich mit einer Länge von über 2000 Kilometern über die fünf nordhessischen Landkreise erstrecken und Bürgern und Gewerbebetrieben so Bandbreiten mit bis zu 50 Mbit/s ermöglichen. 

Beim Bau des neuen Breitbandnetzes werden Leerrohre verlegt, in die später Glasfaserkabel eingeblasen werden, die so den schnellen Datentransport überhaupt erst ermöglichen. Sogenannte Multifunktionsgehäuse in den einzelnen Orts- und Stadtteilen dienen dabei als Koppelstationen, in denen die aktive Technik des Netzbetreibers installiert wird. Von dort aus werden die Datensignale des neuen Glasfasernetzes dann mit hoher Bandbreite über die bereits vorhandenen Kupferkabel zu den Haushalten transportiert.

Foto (groß): von li. Peter Nissen (Landkreis Kassel), Dr. Michael H. Koch (Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Landrat Hersfeld-Rotenburg), Stefan G. Reuß (Landrat Werra-Meißner-Kreis), Winfried Becker (Landrat Schwalm-Eder-Kreis), Dr. Reinhard Kubat (Landrat Waldeck-Frankenberg)

Während der Ausbauarbeiten werden die Glasfaserleitungen in einer Ringstruktur gebaut, um zu gewährleisten, dass es später keinen Dienstausfall bei einem möglichen Leitungsschaden gibt. Die Bauarbeiten werden mit dem umweltschonenden Horizontalbohrverfahren sowie mit Kabelpflug- und Grabenfrästechnik oder in offener Bauweise durchgeführt. 

Pressemitteilung vom 12.10.2016

Präsentationen der Auftaktveranstaltung:

12.-15.09.2016 | Spatenstiche - Start des Breitbandausbaus in Nordhessen

Es ist soweit! Der Breitbandausbau in Nordhessen hat begonnen! Schon bald erwartet Sie in Nordhessen eine flächendeckende Breitbandversorgung mit bis zu 50 Mbit/s auf Glasfaserbasis. Verfolgen Sie hier die Spatenstiche der fünf nordhessischen Landkreise:

Spatenstich im Landkreis Hersfeld-Rotenburg am 12.09.2016 in 

Neuenstein/Salzberg 

Beitrag Hessenschau
Beitrag Kreisanzeiger
Beitrag Mittelhessen
Beitrag Focus
Beitrag "Die Welt"
Beitrag Oberhessische Presse
Beitrag HNA-Rotenburg/Bebra
Beitrag Osthessen-News
Beitrag Hersfelder-Zeitung
Beitrag SEK-News
Beitrag Stadt TV Bad Hersfeld

 

 


Spatenstich im Schwalm-Eder-Kreis am 12.09.2016 in 
Knüllwald/Remsfeld

Beitrag HNA-Fritzlar/Homberg
Beitrag Homberger Anzeiger
Beitrag SEK-News
Beitrag NH24
Beitrag HNA-Fritzlar/Homberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spatenstich im Werra-Meißner-Kreis am 13.09.2016 in 
Großalmerode/Rommerode

Beitrag RTL-Hessen 
Beitrag HNA-Witzenhausen
Beitrag Marktspiegel 
Beitrag Werra-Rundschau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Spatenstich im Landkreis Waldeck-Frankenberg am 14.09.2016 in 
Waldeck/Netze

Beitrag Eder-Diemel TIPP
Beitrag Waldeckische Landeszeitung
Beitrag HNA Frankenberg/Waldeck

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spatenstich im Landkreis Kassel am 15.09.2016 in 
Naumburg

Beitrag HNA Kreis Kassel
Beitrag Land & Leute

Spatenstich im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Neuenstein
© Fotos: Dirk Herrmann

Spatenstich im Schwalm-Eder-Kreis, Knüllwald 
© Fotos: Eckhard Knauff

Spatenstich im Werra-Meißner-Kreis, Großalmerode 
© Foto groß: Skupio/HNA - Fotos klein: Christian Horn / lokalo24.de

Spatenstich im Landkreis Waldeck-Frankenberg, Waldeck
© Fotos: Wolfgang Baraniak

Spatenstich im Landkreis Kassel, Naumburg
© Fotos: Pressestelle Landkreis Kassel

09.09.2016 | Der Breitbandausbau in Nordhessen beginnt!

In der kommenden Woche (zwischen 12. und 15. September 2016) eröffnen die fünf Landräte Dr. Michael Koch (Hersfeld-Rotenburg), Uwe Schmidt (Kassel), Dr. Reinhard Kubat (Waldeck-Frankenberg), Winfried Becker (Schwalm-Eder-Kreis) und Stefan G. Reuß (Werra-Meißner-Kreis) den Ausbau für schnelles Internet in ihren Landkreisen. 

Kassel, 9. September 2016 – Mit einem Spatenstich in jedem der fünf nordhessischen Landkreise beginnt der Breitbandausbau für schnellstes Internet in Nordhessen. 

„Die Gründung der Breitband Nordhessen GmbH bestätigt sich als richtige und zukunftsweisende Initiative für unsere Region“, freut sich Landrat Michael Koch, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen. „Die gute Zusammenarbeit über alle politischen Ebenen und Gremien hinweg und die Bereitschaft unserer Städte und Gemeinden, bei diesem wichtigen Thema an einem Strang zu ziehen, hat uns in die Lage versetzt, dass wir nun bei einem der wichtigsten Standortfaktoren handeln können“, so Koch. Sein Dank gilt auch dem Land Hessen, das das Projekt durch die Absicherung mit Landesbürgschaften finanziell möglich gemacht hat.

Kathrin Laurier, Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen GmbH, zeigt sich zufrieden: „Wir sind stolz, dass wir mit dem Ausbau des größten Infrastrukturprojektes in Europa im Bereich Breitband ein Zeichen für die Region Nordhessen setzen können.“ Das Glasfasernetz wird sich mit einer Länge von über 2000 Kilometern über die fünf nordhessischen Landkreise erstrecken und Bürgern und Gewerbebetrieben so Bandbreiten mit bis zu 50 Mbit/s ermöglichen. „Perspektivisch werden bei Einsatz des sogenannten Vectoring-Verfahrens dann bald sogar Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s möglich sein“, berichtet Geschäftsführerin Laurier. Noch in diesem Jahr sollen über 100 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und die ersten Bauabschnitte begonnen werden.

Die Landräte Uwe Schmidt (Kassel), Dr. Reinhard Kubat (Waldeck-Frankenberg), Stefan G. Reuß (Werra-Meißner-Kreis) und Winfried Becker (Schwalm-Eder-Kreis) bestätigen die immense Bedeutung des nun beginnenden Netzausbaus für die Region Nordhessen und verbinden dies mit einem Ausblick auf die Zeit nach der Netzerrichtung: „Im Zusammenspiel zwischen der Versorgung durch etablierte Provider und das Engagement der Breitband Nordhessen GmbH wird jetzt eine flächendeckende Breitbandversorgung auf hohem Niveau für ganz Nordhessen möglich. Das sind gute Nachrichten für alle Bürger und Gewerbetreibenden. Wir möchten nun, dass das regional errichtete Breitbandnetz eine entsprechend umfassende Nutzung findet.“

Der Ausbau 
Beim Bau des neuen Breitbandnetzes werden Leerrohre verlegt, in die später Glasfaserkabel eingeblasen werden, die so den schnellen Datentransport überhaupt erst ermöglichen. Sogenannte Multifunktionsgehäuse in den einzelnen Orts- und Stadtteilen dienen dabei als Koppelstationen, in denen die aktive Technik des Netzbetreibers installiert wird. Von dort aus werden die Datensignale des neuen Glasfasernetzes dann mit hoher Bandbreite über die bereits vorhandenen Kupferkabel zu den Haushalten transportiert. Die Firma Weigand Bau GmbH aus Bad Königshofen, die mit dem Bau des Netzes beauftragt wurde, erstellt derzeit die Feinnetzplanung für die ersten Bauabschnitte in 2016.

Während der Ausbauarbeiten werden die Glasfaserleitungen in einer Ringstruktur gebaut, um zu gewährleisten, dass es später keinen Dienstausfall bei einem möglichen Leitungsschaden gibt. Geplant sind wöchentliche Bauabschnitte von bis zu 15 Kilometer Trassenlänge, die mit dem umweltschonenden Horizontalbohrverfahren sowie mit Kabelpflug- und Grabenfrästechnik oder in offener Bauweise durchgeführt werden. Einzelne Orts- bzw. Stadtteile werden so in einer Bauzeit von nur wenigen Wochen ausgebaut sein können. 

Die genaue Ausbaureihenfolge legt die Firma Weigand Bau GmbH gemeinsam mit dem Netzbetreiber, der Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation mbH, fest. Hierbei ist es Ziel, im Voraus verbindliche Planungsfenster von einem halben Jahr festzulegen und zu veröffentlichen. Nähere Informationen hierzu werden rechtzeitig auf der Website der Breitband Nordhessen GmbH zu finden sein (www.breitband-nordhessen.de).

Hohe Bandbreiten = schnelles Internet für Haushalte und Gewerbe
Vertragspartner für den Abschluss von Endkundenverträgen ist die Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation mbH aus Kassel. Mit der Netcom Kassel hat die Breitband Nordhessen GmbH einen regionalen und kompetenten Partner gefunden, der unterschiedlichste Endkundenprodukte mit flexiblen Tarifoptionen anbietet. So können unter anderem bedarfsabhängig Internetgeschwindigkeiten in den Downloadstufen 16 Mbit/s, 25 Mbit/s, 50 Mbit/s oder 100 Mbit/s gebucht werden. Nähere Informationen zu den verfügbaren Produkten finden sich auf der Internetpräsenz der Netcom Kassel (www.netcom-kassel.de).

Die Spatenstiche
Den Startschuss für den Breitbandnetzausbau übernimmt der Landkreis Hersfeld-Rotenburg am Montag den 12. September um 10.00 Uhr in Neuenstein/Salzberg. Der Schwalm-Eder-Kreis wird den ersten Spatenstich am selben Tag in Knüllwald/Remsfeld um 15.30 Uhr haben. Einen Tag später, am 13. September um 9.00 Uhr, folgt der Werra-Meißner-Kreis in Großalmerode/Rommerode. Spatenstich in Waldeck-Frankenberg wird am 14.September um 15.30 Uhr in Waldeck/Netze sein, gefolgt vom Landkreis Kassel am 15. September um 15.30 Uhr in der Stadt Naumburg.

 

Pressemitteilung vom 09.09.2016

30.06.2016 | Vertrag unterzeichnet!

Landkreise Nordhessens beauftragen Bauunternehmen für Breitbandausbau

Kassel/Bad Hersfeld, 30. Juni 2016 – Nordhessen ist dem Highspeed-Internet einen großen Schritt näher gekommen - für das Großprojekt Breitbandausbau stand jetzt der nächste große Meilenstein an. Am Donnerstag haben die fünf nordhessischen Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner nach europaweiter Ausschreibung den Generalunternehmer beauftragt, der sämtliche Bau- und Planungsmaßnahmen übernehmen wird. Einem zeitnahen Beginn der Bauarbeiten am Glasfasernetz steht somit nichts mehr im Weg.

Die Vertragsunterzeichnung mit der Weigand Bau GmbH aus Bad Königshofen fand im Landratsamt in Bad Hersfeld statt. Landrat Dr. Michael Koch, Vorsitzender der Breitband Nordhessen GmbH: „Schnelles Internet ist heute ein Muss für Firmen ebenso wie für Privatpersonen. Mit unserer gemeinsamen nordhessischen Initiative stärken wir aktiv die Attraktivität des ländlichen Raumes, denn durch ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsinternet bleibt unsere Region ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum.“ Der Generalunternehmer wird als Nächstes die Feinnetzplanung für das gesamte Ausbaugebiet vornehmen und planmäßig bereits im Herbst 2016 mit dem Ausbau beginnen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten 150 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden.

Marco Weigand, Geschäftsführer der Weigand Bau GmbH: „Wir freuen uns, die fünf Landkreise beim Ausbau der Glasfaservernetzung zu unterstützen. Die Genehmigungsplanung wird jetzt der entscheidende Faktor sein, um zügig voran zu kommen.“ Die Weigand Bau GmbH wird nach der Feinnetzplanung die Leerrohre und Glasfaserkabel bis zu den Verteilerschränken verlegen. Im Anschluss wird die Netcom Kassel als Netzbetreiber die aktive Technik in die Verteilerschränke einbauen und die Kunden versorgen.

Über 100 Kommunen werden von der Glasfaservernetzung profitieren. Geschäftsführerin Kathrin Laurier blickt voller Zuversicht auf den geplanten Ausbau: „Dank der guten Zusammenarbeit der Landkreise haben wir einen weiteren Meilenstein zur Umsetzung eines schnellen Internets in Nordhessen hinter uns gelassen. Jetzt freuen wir uns gemeinsam auf die Ausbauphase.“

Die fünf Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner haben sich bereits 2014 zur „Breitband Nordhessen GmbH" zusammengeschlossen, um beim Ausbau des Highspeed-Internets eigene Wege zu gehen. Nordhessen kümmert sich selbst um die gesamte Koordination und den Ausbau der Glasfaservernetzung in der Region. Landrat Dr. Michael Koch danke in diesem Zusammenhang der Hessischen Landesregierung, dem Regierungspräsidium sowie dem Regionalmanagement Nordhessen für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

Bildergalerie: Harald Birsl (Landkreis Kassel), Holger Schach (Prokurist Breitband Nordhessen GmbH), Marco Weigand (GF Weigand Bau GmbH), Landrat Dr. Reinhard Kubat (Landkreis Waldeck-Frankenberg), Kathrin Laurier (GF Breitband Nordhessen GmbH), Landrat Winfried Becker (Schwalm-Eder-Kreis), Landrat Dr. Michael H. Koch (Landkreis Hersfeld-Rotenburg), Landrat Stefan G. Reuß (Werra-Meißner-Kreis)

Die Firma Weigand Bau GmbH hat jahrelange Erfahrung im Bereich der Breitbanderschließung. Sie übernimmt im Projekt die Ausführungs- und Netzplanung und realisiert die Bauarbeiten zur Errichtung des passiven Netzes in den fünf Landkreisen. Sie hat bereits zahlreiche vergleichbare Projekte in Deutschland erfolgreich durchgeführt. Die Kabelleitungstiefbauarbeiten sollen in konventioneller offener Bauweise, aber auch mit Kabelpflug- und Grabenfrästechnik, sowie mit dem Einsatz von Horizontalbohranlagen inklusive modernster Felsbohrtechnik erbracht werden.

 

Pressemitteilung vom 30.06.2016

16.06.2016 | 7. Hessischer Breitbandgipfel 2016

Frankfurt a.M., 16. Juni 2016 - Mit 36 Millionen Euro unterstützt das hessische Wirtschaftsministerium den weiteren Breitbandausbau in den Landkreisen. Ziel ist die flächendeckende Erschließung bis Ende 2018. "Wir sind beim Breitbandausbau auf der Zielgeraden. Ende vergangenen Jahres hatten bereits 72 Prozent der hessischen Haushalte die Möglichkeit auf einen schnellen Internetanschluss von mindestens 50 Mbit/s. Im bundesweiten Vergleich sind wir damit auf Platz 3 hochgeklettert", sagte Staatssekretär Mathias Samson heute bei der Eröffnung des 7. Hessischen Breitbandgipfels. Zum Breitbandgipfel waren über 500 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Behörden gekommen.

Mit dem Breitbandausbau-Cluster der fünf nordhessischen Landkreise und dem bigo-Projekt im Wetterau- und Vogelsbergkreis starten in diesem Jahr zwei weitere Großprojekte, die das Land mit Darlehen von zusammen fast 200 Millionen Euro unterstützt. "Mit diesen beiden Mega-Projekten gehen wir jetzt auch die letzten weißen Flecken auf der hessischen Breitbandkarte an", sagte Samson.

Einen zusätzlichen starken Schub für die flächendeckende NGA-Versorgung in Hessen erwartet der Staatssekretär vom Breitband-Förderprogramm des Bundes. Zum jetzigen Zeitpunkt haben bereits acht Kreise eine Bundesförderung für den Netzausbau beantragt und teilweise bereits bewilligt bekommen. Zudem haben bisher zwölf hessische Kreise und Kommunen erfolgreich Förderanträge über Beratungsleistungen beim Bund gestellt. Samson: "Wir unterstützen die Kreise sehr erfolgreich bei der Antragsstellung. Und wir greifen ihnen mit 36 Millionen Euro auch finanziell unter die Arme. Das unterstreicht den Stellenwert, den die Landesregierung dem flächendeckenden Breitbandausbau beimisst."

"Das in unserer hessischen Digitalstrategie formulierte Ausbauziel 2018 ist seriös und erreichbar. Mit Blick auf weiter wachsende Bedarfe verschiedener Nutzergruppen blicken wir aber bereits über dieses Datum hinaus", so Samson. "Wir ruhen aus nicht darauf aus, dass mit dem Odenwaldkreis, dem Main-Kinzig-Kreis und dem Hochtaunuskreis die drei bestversorgten Landkreise Deutschlands in Hessen liegen. Sondern wir gehen jetzt aktiv die Weiterentwicklung der Breitbandnetze hin zu Gigabit-Netzen an. Wir gehen davon aus, dass 60 % der hessischen Haushalte bis zum Jahr 2020 durch den marktgetriebenen Ausbau und den Einsatz innovativer Technologien mit bis zu 400 Mbit/s versorgt werden."


Pressemitteilung, 16. Juni 2016
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Bildergalerie: u.a. Staatssekretär Mathias Samson (HMWEVL), Staatssekretär Rainer Bomba (BMVI), Landrat Dr. Koch (Landkreis Hersfeld-Rotenburg), GF Kathrin Laurier (Breitband Nordhessen GmbH), u.v.a.m.© HTAI, Fotos: Jana Kay

06.06.2016 | „Digitale Revolution ist im Gange”

Breitband Nordhessen eröffnet Datenautobahn im Landkreis Kassel


Breitband Nordhessen eröffnet Datenautobahn

EU-Kommissar Günther Oettinger sprach beim EXTRA TIP-Wirtschaftsempfang

Kassel, 06. Juni 2016 - Er kam aus Brüssel und reiste anschließend weiter nach Bonn. In der Zwischenzeit begeisterte der EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft Günther Oettinger beim EXTRA TIP Wirtschaftsempfang rund 200 Entscheidungsträger aus Industrie, Handwerk, Handel, Politik und Kultur: „Die digitale Revolution verläuft rasant. Schon Ende des Jahrzehnts werden die Gewinner und Verlierer feststehen. Auch hier im Saal.” 

Nachdem er sich in der Kasseler Sparkasse ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte (wurde extra aus dem Rathaus geholt; d.Red.) forderte Oettinger die Anwesenden eindringlich auf, ihr Augenmerk auf die Digitalisierung ihrer Firmen zu lenken: „Ein zukunftsweisendes digitales Konzept kann für Ihre Firmen existenziell sein.” 

Schon viel zu viel Boden habe Europa verloren. Überall in der Welt werden Handys, Ipads usw. entwickelt, hergestellt und verkauft. An den Gewinnen sei Europa „Null beteiligt, höchstens durch Minijobs in den Telekommunikationsshops.” 

Als guten Anfang bei der Aufholjagd sah Oettinger die Bemühungen der fünf nordhessischen Landkreise, die ein gemeinsames Glasfasernetz bauen wollen und dafür von der EU mit einem Preis ausgezeichnet worden waren. 

Dies sei „nice to have” urteilte Oettinger, doch auf Dauer werde deutlich mehr an Datenvolumen gebraucht. „Mein Sohn zum Beispiel stellt sich heute schon sein Fernsehprogramm im Internet zusammen. ARD und ZDF schaut er nur noch, wenn er weiß, dass über seinen Alten hergezogen wird”, so Oettinger humorvoll. 

Von der Bevölkerung auf dem Lande verlangte Oettinger Umdenken: „Sie sollten nicht mehr über Schlaglöcher, sondern über Funklöcher meckern.” Schon heute sei es zum Beispiel möglich, mit einem Auto digital durch Deutschland zu fahren. „Aber wenn Sie dann durch den Schwarzwald fahren, hinten mit ihren Kindern Skat spielen, drei Tage später im Krankenhaus aufwachen und noch im Ohr haben: Nächste Straße links, dann war da ein Funkloch zuviel.” 

Überhaupt ist Oettinger der Ansicht, dass nur ein digitaler europäischer Binnenmarkt den Vorsprung des Auslandes einholen könne. Es dürfe nicht sein, dass es digitale Grenzen gebe.

Bildergalerie: Mehr als 200 Gäste beim Wirtschaftsempfang 2016 u.a. EU-Kommissar Günther Oettinger, MdEP Martina Werner, Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Landrat Dr. Michael Koch, GF Kathrin Laurier (Breitband Nordhessen GmbH) u.v.a.m.

 

Doch das werde teuer. Die Investitionskosten schätzt der "Digital-Kommissar" auf 600 Milliarden Euro. Da passt es dem Schwaben überhaupt nicht ins Bild, dass die Europäische Union zur Zeit in der tiefsten Krise ihrer Geschichte sei.

45 Minuten sprach Oettinger und faszinierte seine Zuschauer, nahm sich anschließend noch Zeit für persönliche Gespräche.

Vorher hatte bereits Landrat Dr. Michael Koch für die Breitband Nordhessen darüber informiert, dass man bei der Vergabe der Baumaßnahmen für das Glasfasernetz auf der Zielgeraden sei. In den nächsten sechs Wochen werde man den Generalunternehmer bestellen und mit den Bauarbeiten beginnen.

EXTRA TIP, Kassel, 11.06.2016

 

31.05.2016 | Datenautobahn für Nordhessen

Nächster Schritt zum Highspeed-Internet: Vertrag mit Generalunternehmer vor Abschluss

Kassel, 31. Mai 2016 – Auf dem Weg zu schnellem Internet in Nordhessen steht der nächste Meilenstein an: Die Suche nach einem Generalunternehmer, der sämtliche Baumaßnahmen am Glasfasernetz planen und vornehmen wird, steht unmittelbar vor ihrem Abschluss. An ihm richtet sich aus, wann und in welcher Reihenfolge die Landkreise und Gemeinden in Nordhessen an das Highspeed-Internet angeschlossen werden.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir die Vergabeentscheidung im kommenden Monat (Juni 2016) treffen und die Baumaßnahmen damit in Kürze beginnen können. Bereits in diesem Jahr sollen die ersten Städte und Gemeinden angeschlossen werden“, bestätigt Dr. Michael Koch, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen GmbH und Landrat von Hersfeld-Rotenburg.

Kathrin Laurier, Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen GmbH zeigt sich ebenfalls zuversichtlich: „Wir befinden uns derzeit in den Endverhandlungen mit dem potentiellen Generalunternehmer. Im Grunde geht es nur noch um vertragliche Details, die aber für das Gelingen des Millionen-Projekts von immenser Bedeutung sind." Wichtig für Firmen und Privatkunden, die in den fünf nordhessischen Landkreisen auf schnelles Internet warten, wo Provider wie beispielsweise die Deutsche Telekom es nicht anbieten, ist: Nach Fertigstellung der ersten funktionsfähigen Teilabschnitte können sich Kunden in den jeweiligen Gebieten sofort über die Netcom Kassel an das aktive Netz anschließen lassen.

Die fünf Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Kassel gehen bei der Erschließung mit Breitband-Internet einen innovativen, eigenen Weg und sind dafür im November 2015 von der Europäischen Kommission in Brüssel mit dem „Broadband Award 2015“ ausgezeichnet worden.

Die Breitband Nordhessen GmbH setzt sich für den flächendeckenden Ausbau eines Breitband-Hochleistungsnetzes auf Glasfaserbasis bis zum Kabelverzweiger (mit bis zu 50 Megabit flächendeckend pro Sekunde) in den vorwiegend ländlichen Regionen Nordhessens ein. Egal ob Privathaushalt oder Gewerbebetrieb, eine schnelle Internetverbindung ist essentiell für die Zukunft und unerlässlich für die gesamte Wirtschaft in Nordhessen. „Schnelle Internetanschlüsse und ihre flächendeckende Verfügbarkeit sind ein wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Sicherstellung der Attraktivität ländlicher Räume“, so Dr. Michael Koch.

 

Seit Gründung der Breitband Nordhessen GmbH im Februar 2014 wurden bereits erfolgreich zahlreiche Meilensteine erreicht: Noch im Jahr 2014 führte die Gesellschaft Markterkundungen durch, es folgte eine europaweite Ausschreibung für einen Netzbetreiber. Beauftragt wurde die Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation mbH. Im April 2015 erhielt das Projekt die Notifizierung durch die EU-Kommission. Darauf folgend wurde die Gesamtfinanzierung eines Darlehens über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen und die Europäische Investitionsbank sichergestellt und die Bürgschaftszusage durch das Land Hessen erteilt. Damit wird das flächendeckende Hochgeschwindig-keitsnetz in einer konzertierten Aktion von Land und Region umgesetzt.

Pressemitteilung vom 31.05.2016

15.03.2016 | Bundesregierung unterstützt Breitband Nordhessen

Berlin/Kassel, 15. März 2016 - Finanzielle Unterstützung aus Berlin für schnelles Internet in Nordhessen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt überreichte am Abend in Berlin Förderbescheide für die fünf Landkreise der "Breitband Nordhessen GmbH". Die Bundesregierung unterstützt das Projekt mit 250.000 Euro.

Geschäftsführerin Kathrin Laurier nahm die Förderbescheide in Berlin persönlich entgegen. Der Bund beteiligt sich an den Kosten für Beraterleistungen, die die Planung und Beantragung entsprechender Fördermittel erleichtern. Neben der flächendeckenden Versorgung mit Highspeed-Internet geht es bei der Bundesförderung vor allem um superschnelle Anschlüsse für Gewerbetreibende, etwa in Industriegebieten. „Über die bewilligte Beratungsförderung möchte die Region weitere Fördermittel akquirieren und weitere Lösungen für Industriegebiete schaffen“, so Laurier.

Dr. Michael Koch, Landrat im Kreis Hersfeld-Rotenburg und Vorsitzender der Breitband Nordhessen: "Das grundsätzliche Ziel von Bund, Land und den Landkreisen ist dasselbe: Wir brauchen schnelles Internet flächendeckend, und das auch im ländlichen Raum. Ich kenne jedoch keinen Landkreis in Hessen, auf den das Förderprogramm des Bundes im Hauptprojekt passen würde. Hier muss es zwingend Nachbesserungen geben, um diejenigen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, nicht zu benachteiligen."

Aus diesem Grund haben sich die fünf Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner bereits 2014 zur "Breitband Nordhessen GmbH" zusammengeschlossen, um beim Ausbau des Highspeed-Internets eigene Wege zu gehen. Unabhängig von Bundesförderungen oder Anbietern wie der Deutschen Telekom kümmern sich die fünf hessischen Landkreise selber um die gesamte Koordination und den Ausbau der Glasfaservernetzung in der Region.

Kathrin Laurier GF Breitband Nordhessen GmbH und MdB Alexander Dobrindt

 

Derzeit sucht die Breitband Nordhessen GmbH nach einem Generalunternehmer, der den Ausbau noch 2016 realisiert. Mit einer Bürgschaft über 143 Mio. Euro sichert das Land Hessen den Aufbau des nordhessischen Breitbandnetzes ab. 386 000 Haushalte sollen angeschlossen werden, dafür sind rund 2400 Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen. Gewerbetreibende und Privathaushalte sollen im Ausbaugebiet mit Breitbandanschlüssen mit bis zu 50 MBit/s versorgt werden.

 

Pressemitteilung vom 15.03.2016

20.01.2016 | Mehr als 100 Teilnehmer beim 1. Breitband-Tag für Kommunen

Ausbau des Highspeed-Internet in Nordhessen startet noch dieses Jahr

Friedewald, 20. Januar 2016 - Hightech-Gipfel in Friedewald: Vor allem die Bürgermeister der nordhessischen Gemeinden erhielten auf dem Nordhessischen Breitband-Tag einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen beim Internet-Ausbau; mehr als 100 Teilnehmer aus Kommunen und Wirtschaft waren deshalb am Mittwoch nach Friedewald gekommen. 

„Die Finanzierung ist gesichert und bald kann es los gehen“, erklärt der Landrat von Hersfeld-Rotenburg, Dr. Michael Koch. Als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen war er Gastgeber der Veranstaltung und freute sich über den großen Zuspruch: „Das zeigt, wie wichtig dieses Thema für alle Beteiligten ist. Internet ist inzwischen so wichtig für die Menschen wie fließend Wasser oder Strom. Ziel unserer parteiübergreifenden Zusammenarbeit ist, unsere gesamte Region vor allem dort zu versorgen, wo bis heute keine schnelle Internetversorgung gewährleistet ist und wo ohne unser Projekt in absehbarer Zeit wohl auch kein schnelles Internet liegen würde.“

Die Vorbereitungen für den Breitbandausbau, so die Fachvorträge der Referenten, sind in Nordhessen in vollem Gange. Durch den Ausbau der Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Werra-Meißner und Waldeck-Frankenberg profitieren rund 380.000 Haushalte und ca. 50.000 Gewerbebetriebe. Das flächendeckende Netz wird eine verfügbare Downloadrate von bis zu 50Mbit/s erlauben. „Sobald die Freigabe durch die EU vorliegt, können auch wir gemeinsam mit unserem Netzbetreiber bis zu 100 Mbit/s im Download anbieten.“, so Kathrin Laurier, Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen GmbH.

Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson bezeichnete das Projekt als vorbildliche interkommunale Zusammenarbeit und maßgeblichen Beitrag, um Hessen flächendeckend mit schnellem Internet zu erschließen: „Mit einer Quote von über 70 Prozent liegen wir gut im Rennen. Aber darauf ruhen wir uns nicht aus, denn Breitband ist eine unerlässliche Infrastruktur für Bürger und Unternehmen.“ Am Ausbau in Nordhessen beteiligt sich das Land Hessen mit einem Darlehen der Wirtschafts- und Infrastrukturbank in Höhe von rund 143 Millionen Euro.

(V.li.) Landrat Dr. Michael H. Koch (Landkreis Hersfeld-Rotenburg), Landrat Uwe Schmidt (Landkreis Kassel), Landrat Dr. Reinhard Kubat (Landkreis Waldeck-Frankenberg), Landrat Stefan G. Reuß (Werra-Meißner-Kreis) und Landrat Winfried Becker (Schwalm-Eder-Kreis)

 

Nachdem Bauunternehmer im November 2015 aufgefordert worden waren, ihre Angebote für den Aufbau des Glasfasernetzes als Generalunternehmer abzugeben, ist die dritte Stufe des Verfahrens mit dem Eingang der Angebote der Bieter in Kürze abgeschlossen. Nach Abschluss der Verhandlungen werden so ab 2016 ca. 2500 Kilometer Glasfaser in Nordhessen verlegt sowie rund 1.700 Multifunktionsgehäuse gesetzt. Die Telefon- und Internetdienste können nach dem Ausbau über den regionalen Anbieter, die Netcom Kassel, bezogen werden.

 

Pressemitteilung vom 21.01.2016

16.12.2015 | Breitbandausbau Nordhessen: Highspeed-Internet ab 2016

Eschwege. Mit großen Meilenstiefeln schreitet der Breitbandausbau in Nordhessen voran. Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren, damit voraussichtlich im 3. Quartal 2016 der Spatenstich für das 150 Millionen Euro schwere Projekt fallen kann. Dabei soll der Großteil der Haushalte – insgesamt 385.000 in 620 Ortsteilen in den fünf nordhessischen Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner – bis zum Jahr 2018 erschlossen sein. Alles in allem ist es das Ziel die Maßnahme in vier bis fünf Jahren komplett abgeschlossen zu haben.

Geplant ist es gemeinsam mit dem Netzanbieter „Netcom Kassel“ für das Highspeed-Internet zu sorgen – mindestens 95 Prozent aller Anschlüsse können so nach Fertigstellung mit Übertragungsraten von bis zu 50 Mbit pro Sekunde rechnen. Entsprechende Fördermittel wurden bereits beantragt und genehmigt. Lediglich der Bund steht noch mit den Zuschüssen zurück. „Wir sind enttäuscht, dass da nicht so viel Bewegung drin ist“, sagte Landrat Stefan Reuß beim gemeinsamen Pressegespräch mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner und der Breitband Nordhessen GmbH, der den aktuellen Stand und den Fortschritt des Vorhabens darlegte.

Neben dem Einholen von Zuschüssen wurden außerdem die ersten Bauunternehmen europaweit aufgefordert, sich für den Breitbandausbau in Nordhessen zu bewerben. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis Ende Januar 2016 – erste Bewerbungsgespräche fanden bereits statt. Nach heutigem Planungsstand soll nach Abschluss aller Prüfungen und Verhandlungen der Auftrag an einen geeigneten Bieter im Frühjahr nächsten Jahres vergeben werden.

(v.li.) Oliver Brunkow (Breitbandkoordinator Wirtschaftsförderungs-gesellschaft Werra-Meißner), Kathrin Laurier (Geschäftsführerin Breitband Nordhessen GmbH) und Landrat Stefan G. Reuß - Foto: Liese

 

Extra Info

Die Breitband Nordhessen GmbH wurde im Februar 2014 von den fünf nordhessischen Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner gegründet. Sie setzt sich für den flächendeckenden Ausbau eines Hochgeschwindigkeitsinternets ein. Die Breitband Nordhessen GmbH, mit Geschäftsführerin Kathrin Laurier, kümmert sich um die gesamt Abwicklung und den Ausbau der Glasfaservernetzung in den nordhessischen Landkreisen. Sowohl Gewerbetreibende als auch Privathaushalte sollen im Ausbaugebiet mit Breitbandanschlüssen mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MB pro Sekunde versorgt werden.

Marktspiegel, 16.12.2015

17.11.2015 | "European Broadband Award 2015"

Brüssel/Kassel, 17. November 2015 - Schnelles Internet für alle in ganz Nordhessen ist das Ziel, jetzt hat das "Breitband Nordhessen"-Projekt für seinen innovativen und in Europa einzigartigen Weg dafür in Brüssel eine Auszeichnung der EU bekommen. Die Europäische Kommission zeichnet Breitband Nordhessen mit dem "European Broadband Award 2015" aus.

Eine Expertenjury hatte aus 48 Bewerbern die innovativsten Projekte in fünf Kategorien ausgewählt. Bei "Cost reduction and co-investment" hatten die Nordhessen gegen alle Kandidaten die Nase vorn, wurden am Montag vom EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther Oettinger, mit dem neu ausgelobten Preis ausgezeichnet. Dr. Michael Koch, Landrat des Kreises Hersfeld-Rotenburg, nahm als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen gemeinsam mit Geschäftsführerin Kathrin Laurier die Auszeichnung in der historischen Bibliothèque Solvay in Brüssel entgegen.

Landrat Dr. Koch lobte das Projekt: "Die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet ist heute so wichtig für die Menschen wie Wasser und Strom, darüber hinaus ein wichtiger Standortfaktor. Durch ein flächendeckendes Highspeed-Internet bleiben unsere Landkreise ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum. Der Preis ist Beweis, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Geschäftsführerin Kathrin Laurier freut sich, dass die EU vor allem die Besonderheit und Einzigartigkeit des Projekts hervorgehoben hat: "Die fünf nordhessischen Landkreise als Gesellschafter der Breitband Nordhessen GmbH werden die Eigentümer des Glasfasernetzes. Das ist ein in Europa einzigartiges Modell, spart Geld und Bürokratie."

Die Breitband Nordhessen GmbH wurde 2014 von den fünf nordhessischen Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner gegründet. Sie setzt sich für den flächendeckenden Ausbau eines Hochgeschwindigkeitsinternets ein, kümmert sich um die gesamte Koordination und den Ausbau der Glasfaservernetzung in der Region. Sowohl Gewerbetreibende als auch Privathaushalte sollen im Ausbaugebiet mit Breitbandanschlüssen mit bis zu 50 MBit/s versorgt werden.

V.l.n.r. EU-Kommissar Günther Oettinger, Landrat Dr. Michael Koch, Geschäftsführerin Kathrin Laurier


Und genau dafür gab es jetzt die Auszeichnung aus Europa. EU-Kommissar Günther Oettinger: "Die Verbreitung von Best Practice-Beispielen ist ein adäquates Mittel, um die Zielerreichung bis 2020 voranzutreiben. Deshalb haben wir den European Broadband Award ausgerufen, der die fünf besten europäischen Projekte für Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetze identifizieren und auszeichnen soll."

Die insgesamt fünf Gewinner des "European Broadband Awards" präsentierten im Anschluss in Brüssel nationale und regionale Initiativen sowie einige Projekte wie das von Breitband Nordhessen, die sich auf ländliche Räume fokussieren.

Pressemitteilung vom 17.11.2015

06.11.2015 | Breitbandausbau in Nordhessen: 2016 gehen erste Gemeinden ans Highspeed-Netz

Nächster Schritt: Bauunternehmen sind zur Angebotsabgabe aufgerufen

Kassel, 6. November 2015 - Die Vorbereitungen für den Breitbandausbau in Nordhessen schreiten zügig voran. Nachdem erste Bauunternehmen europaweit aufgefordert wurden, sich für den Breitbandausbau in Nordhessen zu bewerben, fanden bereits erste Gespräche im Rahmen des Bewerbungsprozesses statt. Geeignete Bieter sind nun aufgerufen, bis Ende Januar ihr Angebot für den flächendeckenden Breitbandausbau in den ländlichen Regionen der fünf Landkreise in Nordhessen abzugeben.

Die Breitband Nordhessen GmbH hat in den vergangenen Wochen erste Gespräche mit Bauunternehmen geführt, die die fünf nordhessischen Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner-Kreis, Kassel, Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder-Kreis flächendeckend überall dort mit Breitband ausbauen sollen, wo bisher noch kein schnelles Internet vorhanden ist. Kathrin Laurier, Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen GmbH: „In den vergangenen Wochen haben uns Bauunternehmen ihre Vorgehenskonzepte präsentiert. Im nächsten Schritt sind jetzt die geeigneten Bieter aufgefordert, bis Ende Januar ihr Angebot für die Netzerrichtung einzureichen.“ Nach heutigem Planungsstand soll nach Abschluss aller Prüfungen und Verhandlungen der Auftrag an einen geeigneten Bieter im Frühjahr 2016 vergeben werden.

„Schnelle Internetanschlüsse sind eine unverzichtbare Infrastruktur für Bürger und Unternehmen. Ihre flächendeckende Verfügbarkeit ist ein wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region und ein Beitrag zur Sicherstellung der Attraktivität ländlicher Räume“, erklärt der Landrat von Hersfeld-Rotenburg, Dr. Michael Koch. Er ist zugleich Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen GmbH. Koch: „Ziel unserer parteiübergreifenden Zusammenarbeit ist, die gesamte Region vor allem dort zu versorgen, wo bis heute keine schnelle Internetversorgung gewährleistet ist.“

Ziel des flächendeckenden Breitbandausbaus ist es, alle Kabelverzweiger im Ausbaugebiet der fünf Landkreise mit Glasfaser anzuschließen. Mindestens 95 Prozent aller Anschlüsse können so nach Fertigstellung mit Übertragungsraten von bis zu 50Mbit pro Sekunde rechnen. Gewerbetreibende und Privathaushalte haben die Möglichkeit, über die Netcom Kassel einen eigenen Anschluss zu erhalten. Sobald ihr Gebiet ausgebaut ist, können sie vom Hochgeschwindigkeitsinternet profitieren.

 

Pressemitteilung vom 06.11.2015

01.11.2015 | Nächster Meilenstein für Datenautobahn in Nordhessen erreicht

Kassel, 1. November 2015 -  Zug um Zug werden die nächsten Meilensteine für den Bau der Datenautobahn in Nordhessen, die den Städten und Gemeinden schnellste Internetanbindungen bringen wird, erreicht. Die Bundesnetzagentur hat jetzt der Deutschen Telekom und anderen Netzbetreibern für das Ausbaugebiet der Breitband Nordhessen GmbH weitestgehend den Ausbau an Kabelverzweigern (Knotenpunkte zur Verteilung der Teilnehmeranschlussleitungen) mittels der Vectoring-Technologie untersagt. Ein weiterer Erfolg auf dem Weg zur Umsetzung des Großprojekts.

VDSL Vectoring ist die Ausbautechnologie, die Downloadraten von bis zu 100 MBit/s und 40 MBit/s im Upstream im Umkreis von etwa 500 Metern um den Kabelverzweiger ermöglicht. Aus technischen Gründen darf nur ein einziger Anbieter diese Technik einsetzen. Um einen möglichst fairen Wettbewerb zu realisieren, muss daher eine Liste geführt werden, in der alle Anbieter ihre Ausbauvorhaben anmelden. Hier hat sich die Breitband Nordhessen jetzt durchgesetzt.

Durch die Entscheidung der Bundesnetzagentur werden knapp 1500 Kabelverzweiger im Ausbaugebiet hinsichtlich eines Ausbaus hin zu VDSL Vectoring geschützt. „Wir bekommen damit eine wichtige Projektunterstützung vom Bund“, zeigt sich Kathrin Laurier, Geschäftsführerin Breitband Nordhessen, zuversichtlich.

Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Landrat Dr. Michael H. Koch, befürwortet die Entscheidung der Bundesnetzagentur: "Die Entscheidung der Regulierungsbehörde unterstützt uns bei der flächendeckenden Umsetzung unseres Projekts und ist ein wichtiger Schritt, so schnell wie möglich mit dem Ausbau des schnellen Internets für unsere Kommunen zu beginnen.“

Rund 1700 Kabelverzweiger sollen im Ausbaugebiet mit Glasfaser angeschlossen werden. Dabei werden ca. 2500 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Derzeit läuft das europaweite Ausschreibungsverfahren für den Bau der passiven Infrastruktur. Im Frühjahr 2016 soll die Vergabe des Baus erfolgen, so dass bereits im kommenden Jahr die ersten Städte und Gemeinden in Nordhessen Zugang zu Highspeed-Internet haben werden.

 

Pressemitteilung vom 01.11.2015

28.10.2015 | Der European Broadband Award 2015 wird im November an die fünf besten Breitbandprojekte vergeben

Der European Broadband Award 2015 wird im November an die fünf besten Breitbandprojekte vergeben

Die Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien (GD Connect) der Europäischen Kommission verwaltet die digitale Agenda der EU. Ziel ist die Erreichung der Europäischen Breitbandziele für 2020 – eine 100 % flächendeckende Versorgung mit 30 Mbit/s und mindestens 50 % der Haushalte mit einer Versorgung mit 100 Mbit/s in ganz Europa. Die Verbreitung von Best-Practice-Beispielen ist ein adäquates Mittel, um die Zielerreichung bis 2020 voranzutreiben. Deshalb hat die GD Connect den European Broadband Award ausgerufen, der die fünf besten europäischen Projekte für Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetze (Next-Generation-Networks) identifizieren und auszeichnen soll. Der Bewerbungsfrist endete am 18. September. Die Jury hat 48 Bewerbungen aus ganz Europa erhalten. Bewerber präsentierten nationale und regionale Initiativen sowie einige Projekte, die sich auf ländliche Räume fokussierten. Ein Team aus Experten hat nun die fünf Gewinner ausgewählt. Alle Teilnehmer sind eingeladen an der Verleihungszeremonie am 16. November sowie an der Konferenz „B-Day: Broadband and Beyond“ am 17. November, die beide in Brüssel stattfinden, teilzunehmen. Der Award wird vom EU-Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther Oettinger übergeben. Die Gewinner können das ganze Jahr über an Veranstaltungen und Workshops teilnehmen, die gute Beispiele des Breitbandausbaus in regionalen und ländlichen Bereichen thematisieren.

 

Die atene KOM ist Partner der Initiative Broadband Europe und betreut zusammen mit der GD Connect das Broadband Europe Portal. Das Europäische Breitbandportal ist ein Informationsdienst zum Breitbandausbau in der Europäischen Union. Die Seiten informieren über Fördermöglichkeiten auf EU-Ebene, Veränderungen bei den relevanten Gesetzestexten und Best Practice Beispiele aus den Mitgliedstaaten. Zusätzlich bietet das Portal eine Plattform zum Austausch von Ideen und Erfahrungen für alle am Breitbandausbau beteiligten Akteure.

Einen ausführlicheren Bericht über das Broadband Europe Portal finden Sie hier

 

ateneKOM, Pressemitteilung vom 28.10.2015

24.09.2015 | Landrat Dr. KOCH neuer Vorsitzender der Breitband Nordhessen

Landrat Dr. Michael H. Koch

Schnelles Internet für die Region - das ist das Ziel der Breitband Nordhessen GmbH mit Sitz in Kassel. Die Gesellschafterversammlung hat am Mittwochabend Dr. Michael H. Koch, Landrat von Hersfeld-Rotenburg, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter wird Winfried Becker, Landrat des Schwalm-Eder-Kreises.

„Schnelle Internetanschlüsse sind eine unverzichtbare Infrastruktur für Bürger und Unternehmen. Ihre flächendeckende Verfügbarkeit ist ein wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region und ein Beitrag zur Sicherstellung der Attraktivität ländlicher Räume“, so Landrat Koch.

Genau an dieser Stelle setzt die Breitband Nordhessen GmbH an. Das Unternehmen treibt den flächendeckenden Ausbau eines Breitband-Hochleistungsnetzes auf Glasfaserbasis in den vorwiegend ländlichen Regionen der fünf nordhessischen Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner voran. Landrat Dr. Koch: „Ziel unserer parteiübergreifenden Zusammenarbeit ist, die gesamte Region vor allem dort zu versorgen, wo bis heute keine schnelle Internetversorgung gewährleistet ist.“

Die Breitbandanschlüsse sollen flächendeckend Geschwindigkeiten von mindestens 30 Mbit/s haben. Derzeit sucht die Breitband Nordhessen GmbH nach einem Generalunternehmen, das den Ausbau ab 2016 realisiert. Mit einer Bürgschaft über 143,2 Mio. Euro sichert das Land Hessen den Aufbau des nordhessischen Breitband-Datennetzes ab. 386 000 Haushalte sollen angeschlossen werden, dafür sind rund 2400 Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen.

Osthessen News, Bad Hersfeld, 24.09.2015

23.09.2015 | NGA Cluster Nordhessen stellt sich in Berlin vor






 

 

 

 

 

v.li. Landrat Winfried Becker (Schwalm-Eder-Kreis), Frank Krüger (BMVI), Staatssekretär Rainer Bomba, Kathrin Laurier (GF Breitband Nordhessen GmbH), Landrat Dr. Michael Koch (Hersfeld-Rotenburg), Holger Schach (GF Regionalmanagement Nordhessen), Landrat Dr. Reinhard Kubat (Waldeck-Frankenberg)

Berlin, 23.09.2015

31.08.2015 | Breitbandversorgung für Nordhessen

Egal, ob im Privathaushalt oder im Betrieb – eine schnelle Internetverbindung ist essentiell für die Zukunft und unerlässlich für die gesamte Wirtschaft in Nordhessen. Und genau an dieser Stelle setzt die Breitband Nordhessen GmbH an. Das neu gegründete Unternehmen treibt den flächendeckenden Ausbau eines Breitband-Hochleistungsnetzes auf Glasfaserbasis in den vorwiegend ländlichen Regionen der fünf nordhessischen Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner voran. „Unser Ziel ist es, die gesamte Region vor allem dort zu versorgen, wo bis heute keine schnelle Internetversorgung gewährleistet ist“, sagt Kathrin Laurier, Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen GmbH. Zum ersten Mal in Europa haben sich dafür die fünf Landräte Dr. Karl-Ernst Schmidt (Hersfeld-Rotenburg), Stefan Reuß (Werra-Meißner), Uwe Schmidt (Kassel), Dr. Reinhard Kubat (Waldeck-Frankenberg) und Winfried Becker (Schwalm-Eder) in der Initiative „NGA Cluster Nordhessen“ zusammengesetzt und ein eigenwirtschaftliches Geschäftsmodell entwickelt.

In 2014 gründeten sie die Breitband Nordhessen GmbH, die sich um die gesamte Abwicklung des Großprojektes kümmert und bereits erste Meilensteine erreicht hat. Dazu gehören unter anderem Markterkundungen, die europaweite Ausschreibung für den Netzbetrieb, die Notifizierung des Projektes durch die EU-Kommission, die Finanzierung der Investitionen in Höhe von etwa 143 Millionen Euro durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen sowie die Bürgschaftszusage durch das Land Hessen. Den Zuschlag als Netzbetreiber erhielt die Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation mbH.

Die Bedeutung für den Breitbandausbau ist vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen wichtig, da sie die finanziellen Mittel für eine leistungsstarke Breitbandanbindung oft nicht aufbringen können. Genau diese wird aber die gesamte Region wettbewerbsfähig machen, so dass alle Unternehmen davon profitieren und nachhaltig ihren Standort sichern können. Darüber sind sich die fünf Landräte einig. Sie haben die Zukunft selbst in die Hand genommen, und werden in ihren Landkreisen alle Rahmenbedingungen schaffen, damit jeder die Chance hat, durch ein Hochleistungsinternet wettbewerbsfähig zu sein.

In 620 Ortsteilen werden rund 1700 Kabelverzweiger mit Glasfaser angeschlossen. Die Breitbandanschlüsse haben flächendeckend Geschwindigkeiten von mindestens 30 Megabit pro Sekunde. Derzeit sucht die Breitband Nordhessen GmbH europaweit nach einem Generalunternehmen, das den Ausbau ab 2016 realisiert. Nach der Beauftragung wird die Netzplanung und Ausbaureihenfolge in den einzelnen Landkreisen festgelegt.

Nordhessen Champions, 31.08.2015

22.05.2015 | Land sichert Nordhessens Datenautobahn

Bürgschaft über 143,2 Mio. Euro Für Breitband-Ausbau in fünf Landkreisen

Mit einer Bürgschaft über 143,2 Mio. Euro sichert das Land Hessen den Aufbau des nordhessischen Breitband-Datennetzes ab. „Schnelle Internetanschlüsse sind eine unverzichtbare Infrastruktur für Bürger und Unternehmen; ihre flächendeckende Verfügbarkeit ist ein wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region und ein Beitrag zur Sicherstellung der Attraktivität ländlicher Räume“, erklärten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, der zugleich Chief Information Officer (CIO) und Bevollmächtigter für E-Government und Informationstechnologie des Landes ist, am Freitag. Zu dem Projekt haben sich die Kreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner zusammengeschlossen. Der sogenannte „Nordhessen-Cluster“ ist eines der größten Breitbandausbauprojekte in Europa. Mit der offiziellen Bürgschaftszusage ist auch die Ausschreibung der Baumaßnahmen angelaufen.

„Schnelle Internetanschlüsse sind eine unverzichtbare Infrastruktur für Bürger und Unternehmen.“

„Unser Ziel ist es, im ersten Quartal nächsten Jahres mit dem Ausbau beginnen zu können“, so der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen GmbH, Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt. „Wir planen die Fertigstellung bis Ende 2019. Die Umsetzung gilt wegen der Größe des Gebiets als besondere Herausforderung."

"Telemedizin, Industrie 4.0, Wissensökonomie – all diese Trends setzen leistungsfähige Datenverbindungen voraus“, erläuterte Minister Al-Wazir. „Sie eröffnen neue Wertschöpfungspotenziale und beschleunigen Innovationen. Dies darf sich aber nicht nur in den Ballungsräumen abspielen. Deswegen treibt die Landesregierung die flächendeckende Erschließung Hessens voran.“

Ein wichtiges Instrument dafür ist das 2011 gemeinsam mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank aufgelegte Darlehens- und Bürgschaftsprogramm zur Förderung kommunaler Breitbandprojekte, ohne die gerade im ländlichen Raum ein flächendeckender Ausbau kaum möglich ist.

 
 „Das Programm hat in Hessen eine hohe Ausbaudynamik entfacht“, stellte Hessens Finanzminister und CIO Thomas Schäfer, fest. „Der Nordhessen-Cluster ist ein Meilenstein auf unserem Weg zu einem flächendeckenden Angebot. Schon die Grundversorgung der Landkreise und weitere Vorarbeiten haben Land, Bund und EU seit 2010 mit rund 3,6 Mio. Euro gefördert.“
 
Beide Minister lobten die vorbildliche Gemeinschaftsarbeit der Kommunen. Auch diese interkommunale Zusammenarbeit wurde vom Land gefördert.
 
Außer mit Krediten, Bürgschaften und Zuschüssen unterstützt Hessen den Breitbandausbau vor allem mit Beratungsleistungen im Rahmen der Hessischen Breitbandstrategie. Näheres unter http://www.breitband-in-hessen.de/


Presseinformation, Wiesbaden, 22. Mai 2015

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
Hessisches Ministerium der Finanzen

08.05.2015 | Europaweite Bauausschreibung für den Ausbau des nordhessischen Hochgeschwindigkeits-Internets gestartet

Europaweite Bauausschreibung für den Ausbau des nordhessischen Hochgeschwindigkeits-Internets gestartet

Der Weg für den Ausbau eines Hochgeschwindigkeits-Internets in den fünf nordhessischen Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner ist geebnet. Die Breitband Nordhessen GmbH startet eine europaweite Ausschreibung auf der Suche nach einem Generalunternehmen, das den Bau der Glasfaservernetzung bis Ende 2019 umsetzt.

Kathrin Laurier, Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen GmbH zeigt sich zuversichtlich:
„Wir sind überaus zufrieden mit den bisherigen Entwicklungen“ sagt sie. „Wir konnten den zweiten europaweiten Ausschreibungsprozess starten und suchen nun einen Generalunternehmer, um den Auftrag zu vergeben“. Bis zum Ende des Jahres sollen die Verhandlungen in dem offiziellen Vergabeprozess abgeschlossen sein. 

Ziel der Breitband Nordhessen GmbH ist es, Anfang des kommenden Jahres mit dem Ausbau zu beginnen. Geplant ist die schnelle Breitbandversorgung in 620 Ortsteilen. Dabei sollen rund 1700 Kabelverzweiger mit Glasfaser angeschlossen werden. Der Ausbauzeitraum erstreckt sich nach derzeitigem Planungsstand der Breitband Nordhessen GmbH über rund 4 Jahre ab Baubeauftragung des Generalunternehmers.

Das neue Kommunikations- und Glasfasernetz wird in den fünf nordhessischen Landkreisen überall dort errichtet, wo noch kein anderer Marktakteur flächendeckend schnelles Internet anbietet. So werden alle Bürger der fünf Landkreise Zugang zu Hochgeschwindigkeitsanschlüssen erhalten.


Pressemitteilung vom 08.05.2015 

28.04.2015 | EU Kommission bewilligt Bau der „Datenautobahn“

Breitband Nordhessen GmbH hat EU-Notifizierung erfolgreich abgeschlossen

Die EU-Kommission hat die Planungen für die Errichtung der nordhessischen „Datenautobahn“ geprüft und bewilligt. Sobald die Freigabe durch die Landesregierung vorliegt, kann der zweite große Ausschreibungsprozess für den Bau des regionalen Netzes begonnen werden.
 
„Unser bundesweit einzigartiges Projekt rückt so dem Ziel, die gesamte Region flächendeckend mit schnellen Internetverbindungen von mindestens 30 Megabit pro Sekunde zu versorgen, noch ein Stück näher“, erklärten Landrat Dr. Schmidt (Hersfeld-Rotenburg), Landrat Reuß (Werra-Meißner), Landrat Schmidt (Kassel), Landrat Dr. Kubat (Waldeck-Frankenberg) und der Erste Kreisbeigeordnete Becker (Schwalm-Eder-Kreis). Die nun folgende Ausschreibung für den Bau der erforderlichen passiven Infrastruktur muss europaweit durchgeführt werden. Erst dann kann das Netz geplant und mit dem Bau begonnen werden.

Wir haben somit die erste Notifzierung eines NGA Einzelprojekts in Deutschland erhalten, und das innerhalb kürzester Zeit, so Kathrin Laurier, Geschäftsführerin Breitband Nordhessen GmbH.

Das neue Kommunikations- und Glasfasernetz wird in den fünf nordhessischen Landkreisen überall dort errichtet, wo noch kein anderer Marktakteur für schnelles Internet gesorgt hat. Die flächendeckende Versorgung in Nordhessen auf Glasfaserbasis wird bis zum Kabelverzweiger gewährleistet. Damit müssen rund 1700 Kabelverzweiger mit Glasfaser angeschlossen werden und über 620 Ortsteile ausgebaut werden. Der Ausbauzeitraum erstreckt sich über rund 4 Jahre ab Baubeauftragung des zu findenden Generalunternehmers. Es werden zwischen 2000 und 2500 km Glasfaserkabel verlegt.


Pressemitteilung vom 28.04.2015

 

 

 

26.02.2015 | Weiterer Meilenstein für den Bau der „Datenautobahn“

Die fünf nordhessischen Landkreise beauftragen Netzbetreiber

Die fünf nordhessischen Landkreise haben nach eingehender Prüfung und Durchführung der erforderlichen Ausschreibung durch die Breitband Nordhessen GmbH einen Netzbetreiber gefunden. Die Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation mbH hat den Zuschlag erhalten und wird nun gemeinsam mit den Landkreisen in die weitere Planung einsteigen. Damit erhalten alle Bürgerinnen und Bürger und auch die Nordhessische Wirtschaft die Möglichkeit mit breitbandigen Internetanschlüssen versorgt zu werden.

Es ist ein bedeutender Meilenstein für den Bau der nordhessischen „Datenautobahn“ gesetzt, erklärten Landrat Dr. Schmidt (Hersfeld-Rotenburg), Landrat Reuß (Werra-Meißner), Landrat Schmidt (Kassel), Landrat Dr. Kubat (Waldeck-Frankenberg) und der Erste Kreisbeigeordnete Becker (Schwalm-Eder-Kreis). Die nun folgende Ausschreibung für den Bau der erforderlichen Infrastruktur muss europaweit durchgeführt werden. Erst dann kann das Netz geplant und mit dem Bau begonnen werden. Erklärtes Ziel ist es, die gesamte Region flächendeckend mit schnellen Internetverbindungen von mindestens 30 Megabit pro Sekunde zu versorgen.

„Mit der Netcom Kassel wird die Breitband Nordhessen GmbH nicht nur einen regionalen Auftragnehmer gewinnen, sondern einen Partner, der die Region versteht“, betont Frank Richter, Geschäftsführer der Netcom Kassel. Endgültig in Kraft treten kann der Vertrag aber erst, sobald die EU-Notifizierung vorliegt, daran gebunden ist die endgültige Finanzierungszusage für ein entsprechendes Breitbanddarlehen. Finanziert werden soll das Ganze mit einem Darlehen der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.

Das neue Kommunikations- und Glasfasernetz wird in den fünf Landkreisen überall dort errichtet, wo noch kein anderer Marktakteur für schnelles Internet gesorgt hat. Die flächendeckende Versorgung in Nordhessen auf Glasfaserbasis wird bis zum Kabelverzweiger gewährleistet.

„Eine derartige Kooperation zwischen den Landkreisen ist europaweit einmalig und belegt eindrucksvoll wie sich eine Region durch eine kooperative Zusammenarbeit wettbewerbsfähig aufstellen kann“, erklärten die fünf Landkreise.

 
Pressemitteilung vom 26.02.2015

 

 

19.02.2014 | Meilenstein für Bau der "Datenautobahn"

Die fünf nordhessischen Landkreise besiegeln GmbH/ 143 Mio. beantragt

Die fünf nordhessischen Landräte haben gestern Abend mit ihrer Unterschrift die Gründung der Infrastrukturgesellschaft "Breitband Nordhessen GmbH" besiegelt und damit einen weiteren Meilenstein für den Bau der nordhessischen "Datenautobahn" gesetzt. Erklärtes Ziel der Landkreise (Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner, Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg und Landkreis Kassel) ist es, in der gesamten Region flächendeckend für schnelle Internetverbindungen mit einer Geschwindigkeit von mindestens 30 bis zu 100 Megabit pro Sekunde zu sorgen.

Gegenstand des Unternehmens sei die "flächendeckende Versorgung von privaten Haushalten und Gewerbebetrieben in den gesamten Kreisgebieten der Gesellschafter"  mit hochleistungsfähigen Breitbandanschlüssen. Neben Planung, Errichtung und Betrieb der hierzu erforderlichen Telekommunikationsinfrastruktur zeichnet die neue GmbH auch für deren "Unterhaltung und Verwaltung, insbesondere durch Vermietung an einen oder mehrere Vertragspartner" verantwortlich.

"Eine derartige Kooperation zwischen den Kreisen ist wegweisend und belegt, dass wir die Entwicklung der Region Nordhessen vorantreiben und deren Wettbewerbsfähigkeit erhalten bzw. ausbauen wollen", erklärten die fünf Landräte nach der Unterzeichnung des GmbH-Vertrages.

Dass der Bedarf an schnellen Internetverbindungen bereits sowohl bei den Unternehmen als auch im privaten Sektor vorhanden ist, hatte eine vom Regionalmanagement Nordhessen organisierte Umfrage ergeben: Danach erwarten 98 % der über 35.000 befragten Bürger und rund 5.000 Unternehmen schnellere Übertragungsgeschwindigkeiten.

Inzwischen wurde bei der Wirtschafts- und Strukturbank Hessen ein sog. Breitbanddarlehen in Höhe von 143 Millionen Euro für den erforderlichen Ausbau der Infrastruktur beantragt.

Wer das neue schnelle Datennetz betreiben wird, ist noch unklar: Derzeit wird die erforderliche Ausschreibung vorbereitet.

Das Regionalmanagement Nordhessen, dass die bisherigen Planungen koordiniert und unter anderem die breit angelegte Befragung organisiert hat, wird das Projekt auch weiterhin begleiten und unterstützen: "Nordhessen hat sich in jüngster Zeit hervorragend entwickelt; damit sich dieser sehr positive Trend fortsetzt, brauchen wir dringend leistungsfähige Internetverbindungen, denn diese gehören auch zu den elementaren Standortfaktoren", erläutert Regionalmanager Holger Schach.

 

Pressemitteilung vom 19.02.2014